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Äulehäg

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Autorin: Nidija Felice | Stand: 31.12.2011

Naturschutzgebiet. Gemeinde Balzers, 2,9 ha, 478 m ü.M. Name von althochdeutsch ouwia, ouwa (Land am Wasser) und althochdeutsch hag, hac (Gebüsch, Einfriedung). Unterschutzstellung 1966. Quellaufstossgebiet am Rheinknie, umgeben von landwirtschaftlicher Intensivkultur. Relikt der ehemaligen Rheinauenlandschaft, Untergrund aus Rheinalluvion. Der sich entlang von Giessen erstreckende Eschenmischwald ist Lebensraum von ca. 30 Vogelarten, von Reptilien und Amphibien sowie Setzgebiet von Rehen und Hasen. Fast vollständige Austrocknung infolge Grundwasserabsenkung (bis 1,5 m) nach Kiesabbau im Rhein (1953–72). Seit 1986 Wiederbewässerung mit Rheinwasser, das durch unterirdische Rohre eingeleitet wird. Forellen und Groppen laichen seit 1989 wieder ab, Belebung der Makrofauna. Gefährdet durch Eutrophierung aus angrenzendem Kulturland.

Literatur

Die Wiederbewässerung der Balzner Giessen. Dokumentation der Bewässerungsanlage "Aeule-Häg", Balzner Giessen und Binnenkanal, hg. von der Gemeinde Balzers, Balzers 1989.

Inventar der Naturvorrang-Flächen im Fürstentum Liechtenstein, Auftraggeber: Regierung des Fürstentums Liechtenstein, Landesforstamt, bearbeitet von Mario F. Broggi et al., Vaduz 1993, Objekt B 1.2.

Hans Stricker, Toni Banzer, Herbert Hilbe: Liechtensteiner Namenbuch, Teil I: Die Orts- und Flurnamen des Fürstentums Liechtenstein, Bd. 1: Die Namen der Gemeinden Balzers, Triesen, Triesen 1999, S. 25.

Hans Stricker, Toni Banzer, Herbert Hilbe: Liechtensteiner Namenbuch, Teil I: Die Orts- und Flurnamen des Fürstentums Liechtenstein, Bd. 5: Lexikon der in den Namen enthaltenen Wörter, Triesen 1999, S. 31f., 234f..

Externe Links

Geodatenportal, Amt für Bau und Infrastruktur, Liechtensteinische Landesverwaltung Liechtensteiner Namenbuch online

Zitierweise

Nidija Felice, «Äulehäg», Stand: 31.12.2011, in: Historisches Lexikon des Fürstentums Liechtenstein online (eHLFL), URL: https://historisches-lexikon.li/Äulehäg, abgerufen am 19.2.2019.