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Amann (Amman), Rudolf (Ruedi)

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Autor: Rupert Tiefenthaler | Stand: 31.12.2011

Erwähnt 1356, † vor 1388, Bürger von Feldkirch, Herkunft vermutlich vom Eschnerberg. Sohn Rudolfs des «alten Ammans» und der Margaretha.  Katharina. Ammans Vater kaufte 1318 den Kirchensatz zu Mauren, den Ammans Sohn Burkart († vor 1388) 1382 an das Johanniterhaus in Feldkirch veräusserte. In der Fehde Graf Rudolfs IV. von Montfort-Feldkirch mit der Stadt Feldkirch 1355 gerieten auch Amman und sein Bruder Hans in offenen Konflikt mit dem Grafen. Hans († vor 1364) flüchtete nach Ulm, seine umfangreichen, auch im heutigen Liechtenstein gelegenen Güter wurden von Rudolf IV. konfisziert. Amman übergab dem Montforter 1356 zu seiner Begnadigung und Entlassung aus der Gefangenschaft seine Leibeigenen (u.a. in Schaan) und seinen Hof in Beschling (Vorarlberg). Im selben Jahr verkaufte er seinen Hof zu Furgs bei Schaan an Alber Vaistli.

Quellen

  • Liechtensteinisches Urkundenbuch, Teil I: Von den Anfängen bis zum Tod Bischof Hartmanns von Werdenberg-Sargans-Vaduz 1416, Bd. 2: Aus den Archiven zu St. Gallen, bearbeitet von Franz Perret, unveränderter Nachdruck, Nendeln 1973 (LUB I/2), S. 151–154.
  • Liechtensteinisches Urkundenbuch, Teil I: Von den Anfängen bis zum Tod Bischof Hartmanns von Werdenberg-Sargans-Vaduz 1416, Bd. 3: Aus den Vorarlberger Archiven, bearbeitet von Benedikt Bilgeri, Vaduz 1975 (LUB I/3), S. 167–171, 283–286, 300f.

Literatur

  • Benedikt Bilgeri: Politik, Wirtschaft, Verfassung der Stadt Feldkirch bis zum Ende des 18. Jahrhunderts, in: Geschichte der Stadt Feldkirch, Bd. 1, hg. von Karlheinz Albrecht, Sigmaringen 1987, S. 75–387, hier S. 165–167.