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Arbeitsgruppe für die Frau

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Autorin: Julia Frick | Stand: 31.12.2011

Politisch neutrale Frauengruppe, 1971 als Reaktion auf die Ablehnung des Frauenstimmrechts als Untergruppe des Forums für Zeitfragen entstanden, seit 1977 als Verein konstituiert. Die Arbeitsgruppe für die Frau äusserte sich zu Gesetzesentwürfen, setzte sich für die Einführung des Frauenstimm- und -wahlrechts ein, thematisierte den Schwangerschaftsabbruch, ging auf die Gesellschaftsfrage «Mutter – Kind – Beruf» ein und initiierte u.a. das Tagesmütterwesen. 1986 löste sich die Arbeitsgruppe für die Frau auf, als sich andere autonome Frauengruppen mit ähnlichen Zielen gebildet hatten (→ Verein Bildungsarbeit Frauen, → Informations- und Kontaktstelle für Frauen (infra), → Kinderbetreuung, ausserhäusliche). Die Arbeitsgruppe für die Frau war die erste politische Frauengruppe, die sich öffentlich mit diesen Themen auseinandersetzte und zielorientierte Lösungen suchte. Sie kann als Vorreiterin für die nachfolgenden politischen Frauenorganisationen betrachtet werden.

Literatur

Inventur zur Situation der Frauen in Liechtenstein, hg. vom Frauenprojekt Liechtenstein, Bern/Dortmund/Schaan 1994, S. 154, 185f.

Liechtensteiner Vaterland, 22.5.1986.

Zitierweise

Julia Frick, «Arbeitsgruppe für die Frau», Stand: 31.12.2011, in: Historisches Lexikon des Fürstentums Liechtenstein online (eHLFL), URL: https://historisches-lexikon.li/Arbeitsgruppe_für_die_Frau, abgerufen am 19.2.2019.