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Benz (Bentz), Johann Christoph von

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Autor: Karl Heinz Burmeister | Stand: 31.12.2011

Landvogt. *25.3. 1673 Rheinfelden (AG), †1750 Rankweil (Vorarlberg). Sohn des Johann Jakob, Stadtphysikus in Freiburg i.Br.; seine Grossmutter war Tochter des Landvogts Peter Christoph Schlabatius. um 1704 Maria Theres Mayer aus Möhringen a.d. Donau (†1760), Tochter des fürstenbergischen Bergwerkdirektors Hilarius; 20 Kinder. 1689/90 Student der Rechte an der königlich französischen Universität Freiburg i.Br., 1696 in Paris (lic. iur. utr.). 1709 fürstlich augsburgischer Hofrat, 1718 Propst zu Füssen (D).

Vom 23.4.1720 bis 20.4.1727 liechtensteinischer Landvogt (Amts- und Wohnsitz auf Schloss Vaduz) und 1734 bis 11.8.1735 Rechtskonsulent des Fürstentums Liechtenstein. 1721 auf dem Ulmer Kreistag Gesandter Fürst Anton Florians, für den er erfolglos Sitz und Stimme auf der Grafenbank des Schwäbischen Kreises beanspruchte. Unter Benz begannen Streitigkeiten zwischen den liechtensteinischen Vögten und den Unterbeamten. Der Klerus warf ihm vor, vom Willen Stephan Christoph Harpprechts abhängig zu sein.

1732 bischöflich konstanzischer und churischer Hofmarschall. 1735 Kanzleiverwalter des Klosters Kreuzlingen (TG), 1740 Obervogt in dessen Herrschaft Hirschlatt (D). Zuletzt Pfründner im Kloster Valduna bei Rankweil (dort begraben), wo seine Tochter Priorin war.

Archive

VLA.

Literatur

Banko: Landvögte, 1937, 54–56; Tschugmell: Beamte, 1947, 52, 74f.; T. Schulz: Liechtenstein im Schwäbischen Kreis, in: Fürstliches Haus, 21988, 311–328, bes. 320f.; T. Benz: Versuch einer kleinen Geschichte zu der Familie des Weihbischofs Wilhelm Ludwig Benz von Eichstätt, Ms. 2005 [AHLFL].

Zitierweise

Karl Heinz Burmeister, «Benz (Bentz), Johann Christoph von», Stand: 31.12.2011, in: Historisches Lexikon des Fürstentums Liechtenstein online (eHLFL), URL: https://historisches-lexikon.li/Benz_(Bentz),_Johann_Christoph_von, abgerufen am 17.2.2019.