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Berufsmittelschule Liechtenstein (BMS)

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Autor: Fabian Frommelt | Stand: 31.12.2011

Die BMS vermittelt Absolventen einer Berufslehre (→Berufsbildung) berufsbegleitend eine erweiterte Allgemeinbildung und führt sie zur Berufsmatura (→Maturität). Ab 1992 bot das liechtensteinische Schulamt als Schulversuch einen Vorbereitungslehrgang zur Berufsmatura an, der nach dem Abschluss zum Eintritt in die Liechtensteinische Ingenieurschule und ins Neu-Technikum Buchs berechtigte. Dieser «Vorbereitungslehrgang Fachhochschulreife» wurde 1994 als neue Schulart im liechtensteinische Schulgesetz verankert und 2001 in BMS umbenannt; er dauert seither vier (zuvor drei) Semester. Die BMS ist als einzige öffentliche Sekundarschule nicht unentgeltlich. Es kann zwischen vier Lehrgängen mit den Schwerpunkten Technik, Wirtschaft (seit 1996), Gestalten (seit 2001) und Informations- und Kommunikationstechnologien (seit 2002) gewählt werden. 1995/96 zählte die BMS 56 Studierende, 2005/06 138. Die liechtensteinische Berufsmatura berechtigt zum Studium an allen Hochschulen und Universitäten in Liechtenstein und seit 1996 in Österreich (informell, formell seit 2001) sowie seit 1998 an allen Fachhochschulen der Schweiz (formell).

Quellen

  • Rechenschaftsbericht der Regierung an den hohen Landtag 1993–.

Literatur

  • Das liechtensteinische Bildungswesen, hg. vom Presse- und Informationsamt, Vaduz 22002, S. 27.

Zitierweise

Fabian Frommelt, «Berufsmittelschule Liechtenstein (BMS)», Stand: 31.12.2011, in: Historisches Lexikon des Fürstentums Liechtenstein online (eHLFL), URL: https://historisches-lexikon.li/Berufsmittelschule_Liechtenstein_(BMS), abgerufen am 22.4.2019.