Aktionen

Biedermann

Wechseln zu: Navigation, Suche

Autor: Jürgen Schindler | Stand: 31.12.2011

Geschlecht aus Schellenberg, Ruggell, Mauren (†) und Schaan (†). 1990 trugen 202 Personen in Liechtenstein den Namen Biedermann. Erstmals erwähnt im letzten Viertel des 16. Jahrhunderts. Die Biedermann stammen aus Schellenberg. Für das Geschlecht kann ab dem letzten Viertel des 17. Jahrhunderts eine zusammenhängende Genealogie erstellt werden (ein Stamm). Der Linie nach Landrat Magnus entstammen der Landtagsabgeordnete Franz Josef, der Landtagsabgeordnete Manfred und dessen Schwägerin, die Landtagsabgeordnete Gisela, sowie die Wirtefamilien zum «Löwen» (eröffnet 1847). Die Linie nach Magnus’ Bruder Severin (1814–1899) brachte u.a. den Komponisten Paul, den Priester Arnold und den Landtagsabgeordneten Josef sowie dessen Ehefrau, die Landtagsabgeordnete Josy, hervor. Die Ruggeller Linie zweigte im dritten Viertel des 18. Jahrhunderts ab. Ihr entstammt der Landrat Franz Josef. Die Linie der Biedermann aus Mauren zweigte in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts ab und erlosch 1933. Mitglieder dieser Familie versahen im 18. und 19. Jahrhundert über sechs Generationen den Mesmerdienst in Mauren. Die Schaaner Linie wurde in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts begründet (1995 erloschen). Eine direkte Abstammung von den Schellenberger Biedermann ist urkundlich nicht erwiesen, aber sehr wahrscheinlich.

Literatur

Tschugmell: Maurer Geschlechter, 1931, 74f.; Tschugmell: Maurer Geschlechter, 1941, 116; Tschugmell: Schaaner Geschlechter, 1960, 78; Tschugmell: Stämme Schellenberg, 1977; Stammtafeln Ruggell, 1990; Biedermann: Rod- und Fuhrwesen, 1999, 162; Familienstammbuch Mauren 1, 2004; R. Goop: Menschen am Schellenberg 1–, 2005–; Menschen, Bilder und Geschichten 1, 2006, 356–359; FLNB II/3, 80f.

Zitierweise

Jürgen Schindler, «Biedermann», Stand: 31.12.2011, in: Historisches Lexikon des Fürstentums Liechtenstein online (eHLFL), URL: https://historisches-lexikon.li/Biedermann, abgerufen am 23.2.2019.