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Bin, Ignaz Joseph

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Autorin: Roswitha Feger-Risch | Stand: 31.12.2011

Bildhauer. *10.8.1659 Feldkirch, †6.8.1697 Feldkirch. Sohn des Bildhauers Johannes und der Anna Maria, geb. Schenk.  24.4.1684 Margaretha Bertsch, drei Kinder. Ausbildung zum Bildhauer beim Vater, Lehr- und Wanderjahre. Bin führte mit seinem Vater eine Werkstatt im «Entagässele» in Feldkirch. Die gemeinsame Arbeit mit dem Vater ist erstmals 1674 durch die Kreuzigungsgruppe der Kirche St. Johann in Domat/Ems belegt. Bins Hauptwerk sind die Figuren des Hochaltars der Kapelle St. Sebastian und Rochus in Nendeln (1686). Um 1690 schuf er eine Madonnenstatue für die 1688–92 neu errichtete Klosterkirche von Pfäfers.

In Feldkirch blühte im 16. und 17. Jahrhundert ein reger Kunstbetrieb. Die grosse Konkurrenz ermöglichte Bin nur mühsam ein Auskommen. Dennoch schuf er nach dem Feldkircher Bildhauer Erasmus Kern, in dessen Tradition er stand, die bedeutendsten sakralen Skulpturen des 17. Jahrhunderts in Liechtenstein und erhielt auch regionale Anerkennung. Grobe Faltenschemata ebenso wie die Behandlung der Falten sind stark an den früheren Meister angelehnt. Bins Figuren zeichnen sich allerdings durch einen reicheren Faltenwurf und eine um vieles ausdrucksstärkere Mimik aus.

Literatur

Poeschel: Kunstdenkmäler, 1950; E. Somweber: Die Bildhauer Bin in Vorarlberg und Liechtenstein, in: JBL 80 (1980), 57–75; N. Hasler: Der Hochaltar der ehemaligen Kapelle St. Sebastian und Rochus in Nendeln von Ignaz Joseph Bin (1659–1697) aus Feldkirch, in: JBL 91 (1992), 257–279.

Externe Links

Eintrag zu Ignaz Josef Bin auf SIKART Lexikon zur Kunst in der Schweiz

Zitierweise

Roswitha Feger-Risch, «Bin, Ignaz Joseph», Stand: 31.12.2011, in: Historisches Lexikon des Fürstentums Liechtenstein online (eHLFL), URL: https://historisches-lexikon.li/Bin,_Ignaz_Joseph, abgerufen am 16.2.2019.