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Bludenz

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Autor: Manfred Tschaikner | Stand: 31.12.2011

Stadt in Vorarlberg, Verwaltungssitz und Schulort des gleichnamigen Bezirks, ca. 13 743 Einwohner (2011), verkehrsgünstig im Schnittpunkt von vier Talschaften (Walgau, Klostertal, Montafon, Brandnertal) gelegen. 842 Pluteno/Pludono.

Erste Siedlungsspuren lassen sich bis in die Bronzezeit nachweisen. Als Königsgut kam das Dorf Bludenz aus dem Erbe der Grafen von Bregenz an die Grafen von Montfort und um 1258 an die Grafen von Werdenberg (ab 1277 von Werdenberg-Heiligenberg). Diese bauten Bludenz im folgenden Jahrzehnt zur Stadt aus; 1394 Verkauf und 1420 Übergang an die Habsburger. Die Stadt, die dazugehörige Herrschaft (Montafon) und seit 1474 auch die Grafschaft Sonnenberg wurden vom Schloss Bludenz aus durch Vögte verwaltet. Von diesen entstammten zwei der Familie der Herren von Ramschwag, die auch als Vögte auf der Burg Gutenberg tätig waren. Weitere Verbindungen nach Liechtenstein bestanden über Bürgerfamilien und das Kloster Sankt Peter. In der frühen Neuzeit waren die Bludenzer Viehmärkte von überregionaler Bedeutung. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts setzte eine starke Industrialisierung (Textilindustrie) ein. Seit 1872 besteht eine Bahnverbindung mit Liechtenstein.

Literatur

  • Manfred Tschaikner: Geschichte der Stadt Bludenz. Von der Urzeit bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts, Sigmaringen 1996.
  • Bludenzer Geschichtsbll., 1987, H. 1–;

Zitierweise

Manfred Tschaikner, «Bludenz», Stand: 31.12.2011, in: Historisches Lexikon des Fürstentums Liechtenstein online (eHLFL), URL: https://historisches-lexikon.li/Bludenz, abgerufen am 21.4.2019.