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Bock, Friedrich (Paul Friedrich)

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Autor: Peter Geiger | Stand: 31.12.2011

Fabrikdirektor. *21.3. 1899 Lüneburg, † wahrscheinlich 8.12.1995 München, Deutscher.  Lore Hauschild, zwei Töchter. Im Ersten Weltkrieg preussischer Offizier. Studium der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften (Dr. rer. pol.). 1933–45 Direktor und Mitinhaber der Zahnfabrik Ramco AG in Schaan (→Ivoclar Vivadent AG). 1940 kaufte Bock dem in die USA auswandernden Juden Sigmund Hanauer dessen Anteile an der Bettfedernfabrik Hanauer & Schmidt AG (→Dorbena AG) in Schaan zu einem korrekten Preis ab. Ab 1.7.1933 war Bock Mitglied der auslanddeutschen «NSDAP Ortsgruppe Liechtenstein», 1939–44 Ortsgruppenleiter. Bock, der ein «preussisches» Auftreten hatte, fungierte in der Kriegszeit gegenüber den in Liechtenstein wohnenden Deutschen als verlängerter Arm des deutschen Konsulats in Zürich. Bei Gedenkanlässen für Gefallene hielt er die parteioffizielle Ansprache. Andererseits bemühte sich Bock um die Nichteinmischung in die liechtensteinische Innenpolitik und arbeitete nicht auf einen liechtensteinischen Anschluss ans Reich hin, was die Regierung anerkannte. 1945 verfügte die liechtensteinische Regierung die Ausweisung Bocks; sie wurde nach abgelehntem Rekurs im März 1946 vollzogen. Bock kam von März 1946 bis Juli 1947 in französische Internierung. Später lebte er u.a. in München.

Archive

  • Liechtensteinisches Landesarchiv, Vaduz (LI LA).

Literatur

  • Peter Geiger: Kriegszeit. Liechtenstein 1939 bis 1945, 2 Bände, Vaduz/Zürich 2010.
  • Peter Geiger: Krisenzeit. Liechtenstein in den Dreissigerjahren 1928-1939, 2 Bände, Vaduz/Zürich 22000.

Zitierweise

Peter Geiger, «Bock, Friedrich (Paul Friedrich)», Stand: 31.12.2011, in: Historisches Lexikon des Fürstentums Liechtenstein online (eHLFL), URL: https://historisches-lexikon.li/Bock,_Friedrich_(Paul_Friedrich), abgerufen am 22.4.2019.