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Bossi, Johann Georg

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Autor: Franz Xaver Bischof | Stand: 31.12.2011

Bischof. *10.8.1773 Mon (GR), †9.1.1844 Chur. Gymnasium am Jesuitengymnasium in Feldkirch und in Ottobeuren (D), 1791–97 Studium der Theologie in Mailand (Collegio Elvetico), 1797 Priester, 1799 Pfarrer von Mon, 1826 Domscholaster in Chur, 1833 Kapitelsvikar. 1834 nach Verstreichen der Wahlfrist von Papst Gregor XVI. zum Bischof von Chur und St. Gallen ernannt (Weihe am 5.7.1835 in Einsiedeln). Das Katholische Grossratskollegium in St. Gallen, das 1833 das Doppelbistum einseitig aufgehoben hatte, anerkannte Bossi 1835 provisorisch als Apostolischen Administrator, doch konnte er sein Amt nicht antreten, weil ihm die Kantonsregierung von St. Gallen wie diejenige von Graubünden ihre Anerkennung verweigerten. Erst nachdem 1836 der Hl. Stuhl das Doppelbistum getrennt hatte, anerkannte ihn die Bündner Regierung als Bischof von Chur. Gegen Bossis Willen übernahm 1838 der Kanton Graubünden die dem Priesterseminar St. Luzi angeschlossene Knabenschule als katholische Kantonsschule. Unter Bossi kam es 1842 zur Abkurung von Vaduz von der Pfarrei Schaan. 1843 erhielt er krankheitsbedingt in der Person Kaspars de Carl ab Hohenbalken einen Koadjutor.

Literatur

Büchel: Schaan, 1927, 109–116; Gatz: Bischöfe 1803–1945, 67f.; HS I/2, 1019f.; F.X. Bischof, C. Dora: Ortskirche unterwegs, 1997, 33–35 (Literatur).

Zitierweise

Franz Xaver Bischof, «Bossi, Johann Georg», Stand: 31.12.2011, in: Historisches Lexikon des Fürstentums Liechtenstein online (eHLFL), URL: https://historisches-lexikon.li/Bossi,_Johann_Georg, abgerufen am 18.2.2019.

Normdaten

GND: 1061010198