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Brandis, Ulrich Thüring von

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Autor: Dieter Stievermann | Stand: 31.12.2011

Erwähnt ab 1375, †1408/11. Sohn des Wolfhart I. und der Agnes von Montfort-Feldkirch. Bruder des Wolfhart IV., Halbbruder des Hartmann IV. (II.) und des Heinrich V. (I.) von Werdenberg-Sargans-Vaduz.

Im Emmental trat Ulrich Thüring mit seinem Bruder Wolfhart IV. das Erbe des 1371 gestorbenen Vaters an. 1375 kauften beide von Bern eine Jahrrente. 1391 liess sich Ulrich Thüring von seinem Stiefbruder Graf Heinrich V. (I.) von Werdenberg-Sargans-Vaduz die Herrschaft Blumenegg versetzen. Gemeinsam mit Wolfhart IV. trat Ulrich Thüring 1396 und 1399 als Pfandnehmer für Vaduz auf, 1404 für Schellenberg. 1392 und 1407–08 begegnet er im Ritterbund mit St. Jörgenschild, war auch Rat und Diener Herzog Leopolds IV. von Österreich. Zwischen 1408 und 1411 starb Ulrich Thüring offenbar ehe- und kinderlos.

Literatur

  • Peter Kaiser: Geschichte des Fürstenthums Liechtenstein. Nebst Schilderungen aus Churrätien‘s Vorzeit, Chur 1847, neu hg. von Arthur Brunhart, Bd. 1: Text, Bd. 2: Apparat, Vaduz 1989.
  • Dieter Stievermann: Geschichte der Herrschaften Vaduz und Schellenberg zwischen Mittelalter und Neuzeit, in: Liechtenstein – Fürstliches Haus und staatliche Ordnung. Geschichtliche Grundlagen und moderne Perspektiven, hg. von Volker Press und Dietmar Willoweit, Vaduz/München/Wien 1987, 1988 S. 87–128, hier S. 94f.
  • Placid Bütler: Die Freiherren von Brandis, in: Jahrbuch für Schweizer Geschichte, Bd. 36 (1911), S. 1-151, hier S. 58–71.