Calonder, Felix
Autor: Max Hilfiker | Stand: 31.12.2011
Schweizer Politiker. *7.12.1863 Scuol (GR), †14.6.1952 Zürich, Schweizer.
1885–1889 Studium der Rechtswissenschaften in Zürich, München, Paris und Bern, Dr. iur. Ab 1890 Rechtsanwalt in Chur und nach 1937 in Zürich. 1891–1913 freisinniger Bündner Grossrat, 1899–1913 Ständerat, 1913–1920 Bundesrat (1918 Bundespräsident). Calonder leitete 1913–1917 das Departement des Innern und ab 1918 das für die Aussenpolitik zuständige Politische Departement. Er setzte sich für die Rheinschifffahrt bis zum Bodensee ein, kämpfte erfolgreich für den Beitritt seines Lands zum Völkerbund, scheiterte aber in seinen Bemühungen um den Anschluss Vorarlbergs an die Schweiz.
Der liechtensteinische Landesverweser Prinz Karl von Liechtenstein suchte am 22.4.1919 bei Calonder um die Aufnahme von Verhandlungen über ein Zollabkommen zwischen Liechtenstein und der Schweiz an, die 1923 in den Abschluss des Zollanschlussvertrags mündeten. 1922–1937 war Calonder für den Völkerbund in Katowice (Polen), wo er die Einhaltung des deutsch-polnischen Abkommens zu Oberschlesien überwachte.
Literatur
- Rupert Quaderer-Vogt: Bewegte Zeiten in Liechtenstein 1914 bis 1926, 3 Bände, Vaduz /Zürich 2014.
- Jürg Simonett: «Felix Calonder», in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 14.07.2003.
Normdaten
GND: 118666681
Zitierweise
Max Hilfiker, «Calonder, Felix», Stand: 31.12.2011, in: Historisches Lexikon des Fürstentums Liechtenstein online (eHLFL), URL: https://historisches-lexikon.li/Calonder,_Felix, abgerufen am 8.2.2026.