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Carigiet, Jakob Anton

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Autor: Franz Näscher | Stand: 31.12.2011

Priester. *4.1.1794 Disentis (GR), †8.1.1880 Chur, katholisch, Schweizer. Onkel der Ordensoberin Maxentia Rheinberger und des Komponisten Josef Gabriel Rheinberger. Priesterweihe am 23.8.1818, 1819–20 Pfarrer in Trimmis (GR) und 1820–26 in Domat/Ems (GR). 1821 erschien Carigiets rätoromanische Übersetzung eines deutschen Erbauungstextes von Wilhelm Hausen unter dem Titel «Spirituals mussaments per manar ina christianeivla vita». 1826–58 war Carigiet Pfarrer in Schaan und bischöflicher Landesvikar Liechtensteins. Er bemühte sich ab 1828 um die Abkurung der Gemeinde Vaduz von der Pfarrei Schaan und erreichte mit der Errichtung der Kuratie Vaduz am 31.7.1842 einen Teilerfolg. 1851–52 Renovation der beim Dorfbrand von 1849 beschädigten Kapelle St. Peter in Schaan. 1827–47 und 1857–58 war Carigiet geistlicher Deputierter im Ständelandtag und 1827–57 Schuloberinspektor. Carigiet machte sich um die Förderung des liechtensteinischen Schulwesens verdient. Er war 1832–58 nichtresidierender Domherr von Chur, 1850–53 erster Präses des Liechtensteinischen Priesterkapitels, 1858–1880 residierender Domherr in Chur, 1858–67 Domkantor und ab 1867 Domdekan. 1861 Ernennung zum Päpstlichen Kämmerer.

Literatur

C.M. Tuor: Reihenfolge der residierenden Domherren in Chur, 1905, 42, 55; J.J. Simonet: Die katholischen Weltgeistlichen Graubündens, 1922, 54, 191; Büchel: Schaan, 1927, 38, 106–117; H. Wanger: Die Pfarrei Schaan-Planken in Geschichte und Gegenwart, 1991, 33–35, 62; Näscher: Beiträge 1, 2009, 137f.

Zitierweise

Franz Näscher, «Carigiet, Jakob Anton», Stand: 31.12.2011, in: Historisches Lexikon des Fürstentums Liechtenstein online (eHLFL), URL: https://historisches-lexikon.li/Carigiet,_Jakob_Anton, abgerufen am 17.2.2019.

Normdaten

GND: 10076536X