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Caritas

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Autor: Klaus Biedermann | Stand: 31.12.2011

Der erste Caritas-Verband entstand 1897 in Deutschland als Sozialwerk der römisch-katholischen Kirche; 1901 folgte die Caritas Schweiz. Der Liechtensteinische Caritas-Verein wurde am 24.5.1924 auf Initiative der Pfarrer Franz von Reding, Triesenberg, und Johann Georg Marxer, Vaduz, gegründet; 1981 erfolgte die Umbenennung in «Caritas Liechtenstein». Bis 1960 war der jeweilige Vaduzer Pfarrer Präsident, die anderen Pfarrer vertraten den Verein in ihren Pfarrgemeinden. Vereinszweck ist die Unterstützung in Not geratener Menschen in Liechtenstein unabhängig von Herkunft und Religionszugehörigkeit, besonders die Soforthilfe. In begründeten Fällen sind Hilfsprojekte im Ausland möglich, die über benachbarte Caritas-Organisationen abgewickelt werden. Die liechtensteinische Caritas organisiert seit 1939 Ferienlager für Kinder aus Liechtenstein, zunächst auf Silum, 1964–70 im «Kurhaus Sücka» und seither im «Jugendhaus Malbun». Eine besondere Herausforderung war ab 1991 der Krieg im ehemaligen Jugoslawien. Die Caritas Liechtenstein organisierte u.a. Deutschkurse für Flüchtlinge in Liechtenstein und erschloss ihnen durch das Projekt «Nachbarschaftshilfe» Beschäftigungsmöglichkeiten. 1998 gehörte sie zu den Gründern des «Vereins Flüchtlingshilfe Liechtenstein». Finanzielle Grundlage der Caritas Liechtenstein sind Mitgliederbeiträge, Sammlungen und Spenden, der Landesbeitrag und kirchlicherseits je eine Kollekte für die Inlandshilfe und Flüchtlingsprojekte. 2007 setzte sie für die Inlandshilfe 216 500 Fr. ein.

Literatur

  • Klaus Biedermann: Das Dekanat Liechtenstein 1970 bis 1997. Eine Chronik des kirchlichen Lebens, Vaduz 2000, S. 214–218, 346.

Zitierweise

Klaus Biedermann, «Caritas», Stand: 31.12.2011, in: Historisches Lexikon des Fürstentums Liechtenstein online (eHLFL), URL: https://historisches-lexikon.li/Caritas, abgerufen am 21.4.2019.

Medien

Vorsitzende der Caritas Liechtenstein, ab 1924