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Carl ab Hohenbalken, Kaspar de

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Autor: Franz Xaver Bischof | Stand: 31.12.2011

Bischof. *27.3.1781 Tarasp (GR), †19.4.1859 Chur, katholisch. Studium der Philosophie in Innsbruck und der Theologie in Brixen, 1804 Priesterweihe. Ab 1808 Professor für Moral und Kirchenrecht sowie 1830–44 Regens am Priesterseminar in Chur. 1826 Domherr, 1841 Dompropst, 1843 Titularbischof von Hippo (Tunesien) und Koadjutor des Bischofs Johann Georg Bossi, 1844–59 Bischof von Chur. Seine Amtszeit war geprägt von Auseinandersetzungen um das Verhältnis von Kirche und Staat in einzelnen Bistumskantonen und im Kanton Graubünden um die Beibehaltung der katholischen Kantonsschule in Chur. Nach ihrer Aufhebung eröffnete er 1850 ein Knabenseminar, das er 1859 an das Kollegium Maria Hilf in Schwyz verlegte. 1852 schloss er den Vertrag mit der Stadt Chur, der den Hof Chur in die Stadtgemeinde eingliederte. Während der Revolution von 1848 wandte sich Carl ab Hohenbalken gegen die vorgesehenen Änderungen im Verhältnis von Kirche und Staat im Fürstentum Liechtenstein. Auf Carl ab Hohenbalkens Initiative kam es 1850 zur Gründung des Liechtensteinischen Priesterkapitels. 1854 ernannte Carl ab Hohenbalken Josef Anton Wolfinger zum Domherrn. 1855 entsprach Carl ab Hohenbalken der Bitte der Bewohner der Weiler Berg und Aspa am Eschnerberg, aus der Pfarrei Bendern auszutreten und in die Pfarrei Eschen zu wechseln. Erfolglos blieben seine Bemühungen von 1856, das österreichische Konkordat von 1855 auf das Fürstentum Liechtenstein auszudehnen.

Literatur

Büchel: Eschen, 1926, 48, 53; Geiger: Geschichte, 1970, 134–136; HS I/1, 502f.; Gatz: Bischöfe 1803–1945, 92f.

Zitierweise

Franz Xaver Bischof, «Carl ab Hohenbalken, Kaspar de», Stand: 31.12.2011, in: Historisches Lexikon des Fürstentums Liechtenstein online (eHLFL), URL: https://historisches-lexikon.li/Carl_ab_Hohenbalken,_Kaspar_de, abgerufen am 19.2.2019.

Normdaten

GND: 1089554044