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Contina AG

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Autor: Christoph Maria Merki | Stand: 31.12.2011

1946 in Mauren errichtete Rechenmaschinenfabrik. Die Investoren stammten aus dem Fürstenhaus und dessen Umfeld (unter ihnen Prinz Heinrich von Liechtenstein, der frühere österreichische Finanzminister Otto Juch und der Bankier Adolf Ratjen). Mit dem Aufbau der Fabrik befasst war der Wiener Ingenieur Curt Herzstark. Produziert wurde die «Curta», eine von Herzstark erfundene mechanische Rechenmaschine im Taschenformat. Die Investoren stellten nur die Hälfte der von Herzstark als nötig erachteten 3–4 Mio. Fr. Kapital zur Verfügung. Deshalb machte das Unternehmen schon bald Verluste und hatte für die weltweite Vermarktung der «Curta» zu wenig Geld. Statt geschätzten 4 Mio. Stück konnten bis 1972 nur 140 000 Stück abgesetzt werden. Als sich die Geldgeber zur Herstellung weiterer feinmechanischer Produkte (Kameras, Messwerkzeuge, Plattenspieler, Filmprojektoren) entschlossen, zog sich Herzstark aus dem Betrieb zurück. Der Personalbestand wuchs von 8 Mitarbeitern (1947) auf rund 150 (1952), um dann auf dieser Höhe zu verharren. 1966 wurde die Contina von der Hilti Aktiengesellschaft übernommen, der es weniger um die Erweiterung ihrer Produktpalette ging als um das Fabrikgebäude und die vielen qualifizierten Arbeitskräfte. Die Contina konzentrierte sich ab 1966 auf ihr einziges gewinnbringendes Produkt, die «Curta», bis der Elektronikrechner 1972 ihre Schliessung erzwang.

Literatur

  • Erhard Anthes: Die Wiener Ingenieurfamilie Herzstark und die Erfindung der Rechenmaschine CURTA, in: Blätter für Technikgeschichte, H. 46/47 (1984/85), S. 115–137.

Zitierweise

Christoph Maria Merki, «Contina AG», Stand: 31.12.2011, in: Historisches Lexikon des Fürstentums Liechtenstein online (eHLFL), URL: https://historisches-lexikon.li/Contina_AG, abgerufen am 19.4.2019.