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Costa Rica

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Autor: Rudolf Batliner | Stand: 31.12.2011

Staat in Mittelamerika; 4,3 Mio. Einwohner (2011), 51 100 km2. Seit 1948 eine präsidiale Republik mit stabilen politischen Verhältnissen ohne Armee. Die Verbindung zwischen Liechtenstein und Costa Rica entstand über das «Institut zur Förderung der Erwachsenenbildung in Iberoamerika» mit Sitz in Vaduz. Mitgründer, Geschäftsführer und später Vizepräsident dieser Institution war Georg von Gaupp-Berghausen (1918–1985). Er war u.a. 1966–72 Herausgeber von «Aconcagua», einer politischen, kulturellen und wirtschaftlichen Zeitschrift für Iberoamerika, Inhaber des Grosskreuzes des fürstlich liechtensteinischen Verdienstordens und 1983–85 Generalkonsul für Costa Rica in Liechtenstein. Seit 1975 unterstützt der Liechtensteinische Entwicklungsdienst (LED) die Arbeit des «Instituto Costarricense de Enseñanza Radiofónica». Diese 1973 von Pater Franz Tattenbach SJ gegründete Einrichtung bietet Erwachsenen im Medienverbundsystem Unterricht von der Grundschule bis zur Matura an. Zu diesem Zweck betreibt sie 13 kleine Radio-Kultursender in Randregionen. Die Zusammenarbeit basiert auf zwei liechtensteinisch-costaricanischen Kulturabkommen von 1981 und 1983, die bis heute gelten. 1984 stattete Präsident Louis Alberto Monge Álvarez Liechtenstein einen Staatsbesuch ab, der 1985 von Regierungschef Hans Brunhart erwidert wurde. 1988 Herausgabe eines gemeinsamen Briefmarkensatzes. 2006 offizieller Besuch des liechtensteinischen Regierungschefs Otmar Hasler in Costa Rica.

Quellen

Rech Reg 1981; Rech Reg 1983.

Literatur

Costa Rica, Hg. A. Maislinger, 1986; R. Batliner: Nord – Süd: eine Zukunft – eine gemeinsame Aufgabe, in: Die Briefmarkenausgabe vom 6.6.1988, 1988.

Zitierweise

Rudolf Batliner, «Costa Rica», Stand: 31.12.2011, in: Historisches Lexikon des Fürstentums Liechtenstein online (eHLFL), URL: https://historisches-lexikon.li/Costa_Rica, abgerufen am 18.2.2019.