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Dachseck (Dachsegg)

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Autorin: Anna Merz | Stand: 31.12.2011

Archäologischer Fundort, Gemeinde Vaduz. Oberhalb von Nendeln am Dreischwesternhang, rund 900 m ü. M. gelegene Kuppe mit Spuren einer prähistorischen Besiedlung. Im Lauf der Zeit wurden auf Dachseck immer wieder hauptsächlich mittel- und spätbronzezeitliche Funde aufgelesen, v. a. Keramik, aber auch ein Rasiermesser sowie eine Nadel aus Bronze. Es wird angenommen, dass die Nadel eine Imitation der Vorbilder der Schweizer Seeufersiedlungen ist und lokal hergestellt wurde. Einer der wenigen Knochenfunde stammt von einem menschlichen Schädel und weist eine Schnittspur von einem Schlag mit einem scharfkantigen Gegenstand auf.

Literatur

  • Eva Helferich: Vaduz FL, Dachseck, in: Jahrbuch der Schweizerischen Gesellschaft für Ur- und Frühgeschichte, Bd. 70 (1987), S. 211.
  • Jakob Bill, Hansueli Etter: Vaduz «Dachseck», in: Jahrbuch des Historischen Vereins für das Fürstentum Liechtenstein, Bd. 79 (1979), S. 223f.
  • D. Beck: Dachseck (Planken), in: Jahrbuch des Historischen Vereins für das Fürstentum Liechtenstein, Bd. 65 (1966), S. 260f.

Zitierweise

Anna Merz, «Dachseck (Dachsegg)», Stand: 31.12.2011, in: Historisches Lexikon des Fürstentums Liechtenstein online (eHLFL), URL: https://historisches-lexikon.li/Dachseck_(Dachsegg), abgerufen am 18.4.2019.