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Ehingen (Ministri), Johann von

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Autor: Franz Xaver Bischof | Stand: 31.12.2011

Bischof. † 30.6.1388 Chur, von Bern. Am 2.4.1376 verlieh ihm Papst Gregor XI. auf Bitten Herzog Albrechts von Österreich das Bistum Chur, Bischofsweihe wahrscheinlich 1377. Während des abendländischen Schismas Anhänger der römischen Obödienz. Trotz häufiger Abwesenheit war er durch intensive Verwaltung, Rückkäufe und Wiedereinlösung von Burgen um die wirtschaftliche Festigung des Bistums bemüht.

Nach 1380 verlieh Ehingen den Zehnten zu Triesen an Heinrich Stöcklin von Feldkirch; 1384 erlaubte er Hans von Unterwegen für den Fall, dass er ohne männlichen Erben sterbe, den Zehnten am Triesenberg und Einkünfte zu Triesen, Furnatsch, Lenz und Alvaschein an seine Tochter zu vererben. Am 30.4.1386 besiegelte er die Urkunde, mit welcher Graf Rudolf von Montfort-Feldkirch das Patronatsrecht der Kirche in Schaan dem Domkapitel in Chur schenkte.

Quellen

  • Liechtensteinisches Urkundenbuch, Teil I: Von den Anfängen bis zum Tod Bischof Hartmanns von Werdenberg-Sargans-Vaduz 1416, Bd. 1: Aus dem bischöflichen Archiv zu Chur und aus dem Archiv Pfävers in St. Gallen, Vaduz 1975 (LUBI/1), S. 280–282, 286–292.

Literatur

  • HS I/1, 485f.
  • Erwin Gatz (Hg.): Die Bischöfe des Heiligen Römischen Reiches 1198 bis 1448. Ein biographisches Lexikon, Berlin 2001, S. 141.

Zitierweise

Franz Xaver Bischof, «Ehingen (Ministri), Johann von», Stand: 31.12.2011, in: Historisches Lexikon des Fürstentums Liechtenstein online (eHLFL), URL: https://historisches-lexikon.li/Ehingen_(Ministri),_Johann_von, abgerufen am 21.4.2019.