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Ergänzungsunterricht

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Autorin: Annette Bleyle | Stand: 31.12.2011

Der seit 1994 bestehende Ergänzungsunterricht übernahm die Aufgabe der 1971–90 bestehenden Hilfsschule (→ Schulwesen). Letztere vermittelte langsam lernenden Kindern einen ihren Fähigkeiten angepassten Unterricht. Davon zu unterscheiden sind die Sonderschulen. Der Unterricht an der zur Gänze vom Staat getragenen Hilfsschule begann 1972 in Triesen, weitere Klassen folgten in Schaan (1976) und Nendeln (1977–81) bzw. Eschen (ab 1981). Die Hilfsschule war in eine Unter-, Mittel- und Oberstufe unterteilt, die Klassenstärke auf 15 Schüler beschränkt. Ein guter Erfolg in der Hilfsschule machte den Wechsel in die Primar- oder Oberschule möglich. 1990 wurde die sozial separierend wirkende Hilfsschule abgeschafft und in die Primar- bzw. Oberschule integriert. Kinder mit entsprechendem Bedarf erhalten dort seit 1994 Ergänzungsunterricht, bei dem eine möglichst individuelle Förderung durch eine heilpädagogisch ausgebildete Lehrperson erfolgt.

Literatur

  • Das liechtensteinische Bildungswesen, hg. vom Presse- und Informationsamt, 22002, S- 5–7, 28f.
  • Graham Martin:Das Bildungswesen des Fürstentums Liechtenstein. Nationale und internationale Elemente im Bildungssystem eines europäischen Kleinstaates, Zürich/Sabe 1984, S. 263–265.

Zitierweise

Annette Bleyle, «Ergänzungsunterricht», Stand: 31.12.2011, in: Historisches Lexikon des Fürstentums Liechtenstein online (eHLFL), URL: https://historisches-lexikon.li/Ergänzungsunterricht, abgerufen am 22.4.2019.