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Erni, Josef

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Autor: Franz Näscher | Stand: 31.12.2011

Priester und Landtagsabgeordneter. *26.3.1811 Triesen, † 11.12.1882 Vaduz, katholisch, von Triesen. Sohn des Johann Nepomuk und der Anna Katharina, geb. Kindle, drei Schwestern, sechs Brüder, u.a. Landtagsabgeordneter und Gemeindevorsteher Wendelin Erni. Gymnasium in Chur und Sitten (VS), Studium der Philosophie und Theologie in Solothurn und Chur, Priesterweihe am 7.8.1836. 1836–56 Pfarrer in Samnaun (GR), 1844 und 1860 erfolglose Bewerbungen um die Pfarrstelle Balzers, 1856–73 Kurat in Ruggell, 1873–82 erster Pfarrer der neu errichteten Pfarrei Vaduz. 1862–78 und 1882 Landtagsabgeordneter, 1863–68 und 1871–78 Landtagsvizepräsident, zeitweilig Mitglied der Finanzkommission. 1862–81 Landesschulkommissär und 1869–81 Mitglied des Landesschulrats. Erni behandelte Kranke homöopathisch, was ihm nach dem Tod eines Jugendlichen im Dezember 1856 amtlich verboten wurde.

Literatur

F. Büchel: Geschichte der Pfarrei Balzers, 1982, 246–254; Vogt: Landtag, 21988, 154, 188–190, 194; G. Meier: Cantate Domino, 1996, 50; F. Besl: Gerichtsärztliches Kontrollbuch vom Landesphysikat, in: Bausteine 2, 1999, 309–330, bes. 320–322; Näscher: Beiträge 2, 2009, 140.

Zitierweise

Franz Näscher, «Erni, Josef», Stand: 31.12.2011, in: Historisches Lexikon des Fürstentums Liechtenstein online (eHLFL), URL: https://historisches-lexikon.li/Erni,_Josef, abgerufen am 19.2.2019.