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Fehr

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Autor: Jürgen Schindler | Stand: 31.12.2011

Geschlecht aus Eschen und Mauren. 1990 trugen in Liechtenstein 88 Personen den Namen Fehr. Erstmals erwähnt 1394. Der Name Fehr war bis ins 18. Jahrhundert in der ganzen Herrschaft Schellenberg verbreitet. Das Geschlecht brachte Anfang 16. Jahrhundert mit Stefan einen Landammann hervor.

a) Eschen: Für den ersten Stamm der Fehr aus Eschen kann ab 1662 eine zusammenhängende Genealogie erstellt werden. Die Linie nach Sebastian Fehr (1773–1840) führt in der sechsten Generation das Gasthaus zum «Hirschen» (ehemalige Taverne und Zollstation auf Rofaberg). Ein zweiter Stamm wurde 1761 von Josef Fehr aus Ruggell begründet.

b) Mauren: Die drei Fehr-Linien aus Mauren zweigten von den Eschner Stämmen ab. Die erste Linie wurde von Johann Fehr aus Nendeln (Gemeinde Eschen) begründet, der 1733 das Gemeindebürgerrecht von Mauren erwarb. Sie erlosch mit dem Tod des Gemeindevorstehers Simon 1877 nach vier Generationen. Franz Josef Fehr aus Eschen erwarb 1838 das Gemeindebürgerrecht von Mauren und begründete die zweite, noch blühende Linie. Die dritte Linie geht auf den Unternehmer Johann Wendelin aus Nendeln zurück. Er hatte 1834 das Gemeindebürgerrecht von Tisis (A) erworben, seine Witwe Kreszentia, geb. Quaderer, und sein Sohn, der Landtagsabgeordnete Wilhelm, kauften sich 1874 in Mauren ein. Zu dieser Familie gehört auch Wilhelms Schwiegertochter, die erste liechtensteinische Akademikerin Elisabeth Charlotte.

Literatur

Tschugmell: Maurer Geschlechter, 1931, 77–79; Tschugmell: Maurer Geschlechter, 1941, 118f.; Stammtafeln Gamprin, 1995; Eschner Familienbuch 1, 1997; H. Jäger: Familien-Chronik der Schaanwälder Fehr, 1998; Familienstammbuch Mauren 1, 2004; Menschen, Bilder und Geschichten 1, 2006, 448–469; FLNB II/3, 206–208.

Zitierweise

Jürgen Schindler, «Fehr», Stand: 31.12.2011, in: Historisches Lexikon des Fürstentums Liechtenstein online (eHLFL), URL: https://historisches-lexikon.li/Fehr, abgerufen am 16.2.2019.