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Findlinge

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Autor: Anton Frommelt | Stand: 31.12.2011

Findlinge sind ortsfremde Felsblöcke, die durch Gletscher an ihren Fundort transportiert wurden. Die Findlinge in Liechtenstein wurden während der letzten Eiszeit vom Rhein-, vom Ill-, vom Samina- und vom Malbungletscher bewegt und beim Abschmelzen der Gletscher abgelagert. Die meisten der bekannten Findlinge Liechtensteins befinden sich an den Westhängen der Dreischwestern-Kette und im nördlichen Teil des Eschnerbergs. Einer der schönsten Findlinge Liechtensteins befindet sich im Wald auf dem Gantenstein, wenige Meter von der höchsten Erhebung des Unterlands entfernt (Gemeinde Schellenberg, 690 m ü.M.). Er besteht aus Granit und hat ein Volumen von ca. 7 m3.

Seit 1933 gibt es gesetzliche Bestimmungen, die Findlinge als Naturdenkmäler schützen. Die Standorte der grösseren Findlinge – meist über 1 m3 – sind in der geologischen Karte des Fürstentums Liechtenstein eingezeichnet.

Literatur

A. Frommelt: Was Findlinge erzählen, in: Bergheimat 2002, 68–72.

Zitierweise

Anton Frommelt, «Findlinge», Stand: 31.12.2011, in: Historisches Lexikon des Fürstentums Liechtenstein online (eHLFL), URL: https://historisches-lexikon.li/Findlinge, abgerufen am 15.2.2019.