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Florentini, Nikolaus Franz

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Autor: Franz Xaver Bischof | Stand: 31.12.2011

Bischof. *7.9.1794 Müstair (GR), † 20.6.1881 Chur. Studium der Theologie am Jesuitenkollegium Solothurn und am Priesterseminar Chur, 1817 Priesterweihe. 1818 Pfarrer von Vals (GR), 1824 von Samnaun (GR), danach Kaplan im Lugnez (GR), 1836 Prof. der Moraltheologie am Priesterseminar Chur und Pfarrer in Trimmis (GR), 1841 Domherr, 1844 Domdekan. 1859 erklärte der Heilige Stuhl seine Bischofswahl wegen eines Formfehlers für ungültig, ernannte ihn aber dennoch zum Bischof von Chur. Florentini musste während seines Episkopats zahlreiche Rückschläge hinnehmen (u.a. Scheitern der definitiven Eingliederung der Kanton Uri und Unterwalden in das Bistum, 1862 Aufhebung der Abtei Rheinau durch den Kanton Zürich). 1860 ernannte er seinen Neffen, den Kapuzinerpater Theodosius, zum Generalvikar und Offizial. Während seiner Amtszeit wurden die Pfarreien Vaduz (1873) und Ruggell (1874) errichtet. Florentini war an der Beilegung der die Pfarrei Bendern betreffenden Auseinandersetzung zwischen Österreich und der Gemeinden Gamprin um das Patronatsrecht und die Pflicht der Instandhaltung der Kirche und der Pfrundgebäude 1874 beteiligt. 1876 verzichtete er auf das Bistum.

Literatur

Büchel: Bendern, 1923, 111–115; Gatz: Bischöfe 1803–1945, 198f.

Zitierweise

Franz Xaver Bischof, «Florentini, Nikolaus Franz», Stand: 31.12.2011, in: Historisches Lexikon des Fürstentums Liechtenstein online (eHLFL), URL: https://historisches-lexikon.li/Florentini,_Nikolaus_Franz, abgerufen am 19.2.2019.

Normdaten

GND: 1068145390