Aktionen

Flugi von Aspermont, Johann VI.

Wechseln zu: Navigation, Suche

Autor: Franz Xaver Bischof | Stand: 31.12.2011

Bischof. *13.12. 1595 La Punt Chamues-ch (GR), † 24.1.1661 Chur. Neffe des Bischof Johann V. Flugi von Aspermont (1550–1627). Studium am Collegium Helveticum in Mailand und am Collegium Germanicum in Rom, 1621 Dr. theol. in Pavia, 1621 Priesterweihe, 1623–30 Pfarrer in Schluderns (Vinschgau), 1630 Dompropst in Chur, 1636–61 Bischof von Chur. Flugi von Aspermont verstand es, den Bestand von Bistum und Hochstift Chur während der Bündner Wirren zu sichern. Er brachte die von seinem Onkel begonnene tridentinischer Reform zum Abschluss und visitierte mehrmals seine Diözese. Hinzu kam der Ausbau der Kapuzinermission (1645 und 1650 Gründung der Kapuzinerklöster von Bludenz und Mels). Flugi von Aspermont war in Auseinandersetzungen um Zehntrechte in Triesen und Bendern sowie um die Einsetzung von Geistlichen in Vaduz, Schaan, Eschen und Mauren involviert. 1640 weihte er die Kapelle St. Sebastian und Rochus in Nendeln und den linken Seitenaltar der Kapelle St. Wolfgang in Triesen, 1654 die Kapelle St. Maria in Triesen.

Literatur

  • A. Fischer: Reformatio und Restitutio, 2000, S. 319–412.
  • Gatz: Bischöfe 1648–1803, S. 118–120.
  • Büchel: Schaan, 1927, S. 34, 45, 91.
  • Büchel: Eschen, 1926, S. 30, 89.
  • HS I/1, 498f.
  • Büchel: Bendern, 1923, S. 138.
  • Büchel: Mauren, 1915, S. 83f.
  • Büchel: Triesen, 1902, S. 39–41, 61, 65.

Zitierweise

Franz Xaver Bischof, «Flugi von Aspermont, Johann VI.», Stand: 31.12.2011, in: Historisches Lexikon des Fürstentums Liechtenstein online (eHLFL), URL: https://historisches-lexikon.li/Flugi_von_Aspermont,_Johann_VI., abgerufen am 17.5.2021.

Normdaten

GND: 12360995X