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Frick, Luzius (Lutzi)

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Autor: Rupert Tiefenthaler | Stand: 31.12.2011

Landammann. Erwähnt 1497 (?) bis 1513; von Vaduz, wo er von den Freiherren von Brandis eine Hofstatt als Erblehen und weitere, zur Teilnahme am Rodverkehr berechtigende Lehensgüter innehatte und wo auch seine Frau begütert war. 1503 an der Stiftung und Finanzierung des St.-Thomas-Altars (Kaplaneipfründe) an der Pfarrkirche St. Laurentius, Schaan, beteiligt. 1501–06 als Ammann der Herrschaft Vaduz belegt, 1507, 1509 und 1513 als Altammann. 1497 wurde Frick von Ludwig von Brandis im Nutzungskonflikt zwischen Triesen und Triesenberg als Schiedsrichter beigezogen; weitere Tätigkeit in Schiedsgerichten 1502 in Rankweil sowie zwischen Maienfeld und Fläsch, 1505 zwischen Leuten aus Satteins und Chur, 1509 zwischen Balzers und Sargans, 1513 zwischen Triesen und Balzers. 1503 setzte Frick Marksteine zwischen den Schaaner Dorfteilen St. Lorenz (Alpgenossenschaft Gritsch) und St. Peter (Guschg). Reiste 1504–07 als «Diener» der Freiherren von Brandis neunmal nach Innsbruck zwecks Einzug des Öffnungsgelds für das Schloss Vaduz bei der vorderösterreichischen Kammer. Vertrat 1507 Balzers im Nutzungskonflikt mit Fläsch und bürgte 1509 für einen Urfehde schwörenden Vaduzer.

Quellen

Literatur

  • Fabian Frommelt: "... darauf hab ich ylenz ain Gemaindt jn der herrschafft Schellennberg zusamenn beruefft ..." : zu den Gerichtsgemeinden Vaduz und Schellenberg 1350-1550, Triesen 2000, S. 49, 52, 54, 114–116, Anhang 2.
  • Walther Liesching, Paul Vogt: Die Siegel in den Archiven des Fürstentums Liechtenstein bis zum Jahre 1700, in: Jahrbuch des Historischen Vereins für das Fürstentum Liechtenstein, Bd. 85 (1985), S. 7–213, hier S. 140.

Zitierweise

Rupert Tiefenthaler, «Frick, Luzius (Lutzi)», Stand: 31.12.2011, in: Historisches Lexikon des Fürstentums Liechtenstein online (eHLFL), URL: https://historisches-lexikon.li/Frick,_Luzius_(Lutzi), abgerufen am 19.4.2019.