Frick, Manuel
Autor: Redaktion | Stand: 10.12.2025
Regierungsrat. *16.11.1984 Spital Grabs (SG), von Balzers, wohnhaft in Balzers. Sohn des Elektroinstallateurs Bertram und der kaufmännischen Angestellten Marina, geb. Salini, ein Bruder. ⚭ 29.6.2011 Anja Büchel (*29.8.1984), Bankangestellte, zwei Kinder.
1996–2004 Liechtensteinisches Gymnasium in Vaduz, 2004–2009 Studium in Politikwissenschaften, Volkswirtschaftslehre und Europarecht an den Universitäten Bern und Bologna (lic. rer. soc.), 2012–2015 Zertifikatslehrgang in Entwicklung und Zusammenarbeit an der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Zürich (Certificate of Advanced Studies ETH). 2025 Verwaltungsrats-Zertifikats-Programm an der Swiss Board School in St. Gallen.
2008–2017 war Frick diplomatischer Mitarbeiter im Amt für Auswärtige Angelegenheiten, zunächst in Vaduz, 2011 bei der Ständigen Vertretung bei den Vereinten Nationen in New York und 2012–2017 als stellvertretender Ständiger Vertreter beim Europarat in Strassburg. 2016–2017 war er stellvertretender Leiter der Abteilung für Wirtschaft und Entwicklung in Vaduz. 2017–2020 arbeitete er als Kundenberater bei der LGT Bank AG in Vaduz und absolvierte Weiterbildungen zum Private Banker LGT und Certified Wealth Management Advisor. 2020–2021 war er Mitarbeiter der liechtensteinischen Regierung als Generalsekretär im Ministerium für Gesellschaft bei Regierungsrat Mauro Pedrazzini.
Frick war 2008–2025 Vorstandsmitglied der FBP-Ortsgruppe Balzers, 2015–2017 Gemeinderat in Balzers sowie 2017–2020 Stellvertreter von Regierungsrätin Aurelia Frick. 2021–2025 gehörte er als Regierungsrat mit Zuständigkeit für das Ministerium für Gesellschaft und Kultur der liechtensteinischen Regierung an und war in dieser Zeit auch Mitglied des Präsidiums der FBP. Fricks Amtszeit als Regierungsrat war zunächst stark von der Covid-19-Pandemie geprägt, welche die politische Tätigkeit insbesondere im Gesundheits-, aber auch im Kulturbereich dominierte. Ebenfalls in seine Amtszeit fiel die Diskussion um einen Nachtragskredit für den Neubau des Liechtensteinischen Landesspitals, welcher 2024 in einer Referendumsabstimmung genehmigt wurde. Weitere Themen bildeten unter anderem die Einführung eines elektronischen Gesundheitsdossiers (2023), die Umwandlung der Familienhilfe Liechtenstein in eine öffentlich-rechtliche Stiftung (2024), die Totalrevision des Archivgesetzes (2024) sowie die Vorarbeiten zur Schaffung einer bezahlten Eltern- und Vaterschaftszeit (ab 2026).
Archive
- Archiv des Historischen Lexikons des Fürstentums Liechtenstein online (AeHLFL).
Quellen
- Landtag, Regierung und Gerichte. Bericht des Landtages, Rechenschaftsbericht der Regierung an den Hohen Landtag, Berichte der Gerichte, Landesrechnung, 2021–2024, hg. von der Regierung des Fürstentums Liechtenstein, Vaduz 2022–2025.
Literatur
- Christian Frommelt, Patricia M. Schiess Rütimann: Das Krisenmanagement Liechtensteins in der Corona-Pandemie. Organisation, Kommunikation und Massnahmen, Gamprin-Bendern 2023.
Zitierweise
Redaktion, «Frick, Manuel», Stand: 10.12.2025, in: Historisches Lexikon des Fürstentums Liechtenstein online (eHLFL), URL: https://historisches-lexikon.li/Frick,_Manuel, abgerufen am 13.12.2025.