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Gassner, Josef (1876–1951)

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Autor: Donat Büchel | Stand: 31.12.2011

Landtagsabgeordneter und Gemeindevorsteher. *12.4.1876 Triesenberg, † 15.1.1951 Triesenberg, von Triesenberg. Sohn des Gemeindevorstehers und stv. Landtagsabgeordneten Josef und der Maria Anna, geb. Bühler, ein Bruder. 1) 5.2.1900 Katharina Beck (*7.1.1878, †9.8.1923), sechs Kinder, 2) 3.6.1937 Katharina Beck (*8.6.1899, †20.3.1993), zwei Söhne. Landwirt. 1906–42 Schulrat in Triesenberg, 1906–12 Gemeindekassier, 1915–24 Gemeindevorsteher (ab 1918 VP), 1916–46 Vermittler. Gassner verfasste für viele Personen Verträge, Testamente, Gesuche und Eingaben an die Regierung und erteilte Auskunft in Rechtssachen. 1910–14 und 1917–30 Landtagsabgeordneter, 1914–17 stellvertretender Landtagsabgeordneter, 1910 und 1917 rückte Gassner nach; zeitweilig Mitglied des Landesausschusses sowie der Finanz-, der Geschäftsprüfungs-, 1921 der Verfassungs- und 1923 der Zollkommission. Gassner setzte sich für den Bau der Strasse von Vaduz nach Triesenberg und die Errichtung des Lawenawerks ein. 1929/30 trat er zusammen mit den übrigen VP-Abgeordneten aus Protest aus dem Landtag aus, nachdem VP und FBP keine Einigung bezüglich der Dauer der Mandatsperiode erzielt hatten. 1918 lehnte Gassner die Annahme der Wahl zum Regierungsrat ab. 1922–27 Präsident und 1927–30 Vizepräsident des Verwaltungsrats des Lawenawerks, 1927–28 Mitglied der Verwaltungsbeschwerdeinstanz, 1935–39 Mitglied der Landessteuerkommission 1929–31 Obmann der VP (1931 Ehrenmitglied). 1920 Regierungsjubiläums-Erinnerungsmedaille, verliehen von Fürst Johann II.

Literatur

Bucher: Familienchronik Triesenberg 5, 1986, 31, 43; Vogt: Landtag, 21988; Geiger: Krisenzeit, 22000.

Nachrufe

LVbl., 16.1.1951; LVa., 17., 20.1.1951.

Zitierweise

Donat Büchel, «Gassner, Josef (1876–1951)», Stand: 31.12.2011, in: Historisches Lexikon des Fürstentums Liechtenstein online (eHLFL), URL: https://historisches-lexikon.li/Gassner,_Josef_(1876–1951), abgerufen am 21.2.2019.