Gelyto, Peter

Autor: Franz Xaver Bischof | Stand: 31.12.2011

Bischof. *1320/30 Nieder-Johnsdorf (Janovičky, CZ), † 12.2.1387 Olmütz (Olomouc, CZ).

1356–1368 Bischof von Chur. Häufig abwesend, verwaltete Gelyto sein Bistum schlecht. 1358 schloss er ein Schutzbündnis mit Österreich, 1360 verpfändete er sein Hochstift gegen ein Jahrgeld von 1000 Gulden auf acht Jahre an die Herzöge von Österreich. Daraufhin schlossen das Domkapitel, die Stadt Chur und die bischöfliche Talschaften 1367 ein Bündnis zur landständischen Mitwirkung an der weltlichen Herrschaft, das als Anfang des Gotteshausbunds gewertet werden kann. 1368–1371 Bischof von Leitomischl (Böhmen), 1371–1381 Erzbischof von Magdeburg, 1381–1387 Bischof von Olmütz.

Literatur

  • Erwin Gatz (Hg.): Die Bischöfe des Heiligen Römischen Reiches 1198 bis 1448. Ein biographisches Lexikon, Berlin 2001, S. 514f.
  • Otto P. Clavadetscher, Werner Kundert: Das Bistum Chur, in: Helvetia Sacra, Abteilung 1: Erzbistümer und Bistümer, Bd. 1: Schweizerische Kardinäle. Das Apostolische Gesandtschaftswesen in der Schweiz. Erzbistümer und Bistümer I (Aquileja, Basel, Besançon, Chur), Bern 1972, S. 449–577, hier S. 484f.

Normdaten

GND: 13874999X

Zitierweise

Franz Xaver Bischof, «Gelyto, Peter», Stand: 31.12.2011, in: Historisches Lexikon des Fürstentums Liechtenstein online (eHLFL), URL: https://historisches-lexikon.li/Gelyto,_Peter, abgerufen am 11.2.2026.