Gerichtswesen

Autoren: Karin Schamberger-Rogl, Herbert Wille, Cyrus Beck | Stand: 2.9.2026

Unter Gerichtswesen versteht man die Gesamtheit aller Einrichtungen, die der Rechtsprechung dienen.

Gerichtswesen bis 1808

Bis zum Beginn des 9. Jahrhunderts war Churrätien in Gerichtsbezirke (patriae) geteilt, in denen die freien Gerichtsgenossen jeweils einen Richter, einen Gerichtsschreiber und die curiales (Hauptzeugen bei Beurkundungen, Schenkungen und Erbschaften) wählten. 806 gliederte Karl der Grosse Churrätien als Grafschaft Rätien ins Frankenreich ein, was für das Gerichtswesen eine Zäsur bedeutete. Als königlicher Amtsträger waltete ein Graf, dessen wichtigste Funktionen in der Rechtsprechung und im Heerwesen lagen. Bereits für das Jahr 807 ist ein Gerichtstag unter dem Vorsitz des Grafen Hunfrid (→ Hunfridinger) in Rankweil (Vorarlberg) bezeugt. Als untergeordnete Amtsträger scheinen die Zentenare auf. Für alle Freien der Grafschaft herrschte die Dingpflicht, d.h. sie mussten zu den angekündigten Gerichtstagen der Grafen erscheinen. Am «gebotenen Ding» hatten jedoch nur die Schöffen (sechs gewählte, ständige Beisitzer des Rechtsprechers) und die angesehensten Männer der Grafschaft teilzunehmen.

Aus der Grafschaft Rätien entstanden im 10. Jahrhundert durch Teilung die beiden Grafschaft Ober- und Unterrätien. Im Verlauf des Hoch- und Spätmittelalters wurden durch Herrschaftsteilungen (v.a. der Grafen von Montfort und ihrer Zweige) mehrere kleine Grafschaften gebildet. Deren Inhaber beanspruchten alle Rechte, die einst den fränkischen Grafen aufgrund der vom König verliehenen Amtsgewalt zugekommen waren. Über den Grafen stand der Herzog von Schwaben als «Zwischengewalt», über diesem der König. Mit den Hohenstaufen erlosch 1268 das Herzogtum Schwaben, wodurch die Grafen nun unmittelbar dem König unterstanden (→ Reichsunmittelbarkeit). 1342 entstand durch Teilung die selbständige Grafschaft Vaduz. Die Inhaber der Grafschaft Vaduz besassen als Grafen die hohe Gerichtsbarkeit. Diese bestand in der Beurteilung von Delikten, die mit dem Tod oder mit grossen Bussen geahndet wurden, besonders Delikte gegen Leib und Leben. Die niedere Gerichtsbarkeit, die sich mit leichteren Delikten befasste, hatte den Grafen als Grund- und Vogtherren schon vorher zugestanden. 1430 bestätigte König Sigismund Wolfhart V. von Brandis die Ausübung der Hochgerichtsbarkeit. Des Weiteren wurde die Berufung an das königliche Landgericht in Rankweil und an das Hofgericht in Rottweil ausgeschlossen (→ Brandisische Freiheiten). Die Herrschaft Schellenberg wurde, obwohl keine alte Grafschaft, von den Freiherren von Brandis der Grafschaft Vaduz gleichgestellt und erhielt wie diese das Hochgericht.

Seit dem 14. Jahrhundert sind Ammänner als Gerichtsleute in Vaduz und am Eschnerberg bezeugt. Im 15. Jahrhundert bildeten sich die beiden Gerichtsgemeinden Vaduz und Schellenberg (→ Landammannverfassung). Die Landammänner führten den Vorsitz im Gericht, die Urteile wurden von zwölf Beisitzern gefällt. Tagungsorte der beiden Gerichte waren der Platz bei der Linde in Vaduz und Rofaberg in Eschen. Seit 1492 hatten die Freiherren von Brandis die Möglichkeit, auch die Hochgerichtsbarkeit an die Landammänner weiterzuverleihen. Als Appellationsgericht diente das Hofgericht der Landesherrschaft. Letztentscheidende Appellationsinstanzen waren die Reichsgerichte.

Konflikte um die bäuerliche Landnutzung regelten die Nachbarschaften in Genossen- oder Dorfordnungen. Bei Übertretungen dieser Ordnungen waren eigene Gerichte, die Genossengerichte, zuständig. Den Vorsitz hatte bei diesen der Landammann.

Ab dem 17. Jahrhundert verloren die Gerichte der beiden Landschaften an Bedeutung zugunsten der Verhörtage des Oberamts, das die Gerichtsbarkeit zunehmend an sich zog. Zudem spielten Schiedsgerichte eine wichtige Rolle, v.a. in den häufigen Nutzungs-, Grenz- und Wuhrkonflikten. In geistlichen Angelegenheiten, in Zins- und Zehntrechte von Kirchen und Klöstern betreffenden Konflikten oder in Ehe- und Erbschaftssachen war das geistliche Gericht (Offizialat) in Chur zuständig. Trotz den Brandisischen Freiheiten behielt auch das Landgericht Rankweil noch bis Anfang des 19. Jahrhunderts einige Bedeutung für Liechtenstein, besonders in Schuldsachen.

1719 wurden die beiden 1699 bzw. 1712 durch das Haus Liechtenstein erworbenen Territorien zu einem unmittelbaren Reichsfürstentum erhoben. Im Zug des Absolutismus war der Landesfürst bestrebt, die Gerichtsbarkeit völlig an sich zu ziehen. 1720 wurde die Einrichtung der Landammänner und der Gerichtsgemeinden beseitigt. Das Land wurde in sechs Ämter eingeteilt, in denen ein vom fürstlichen Oberamt bestellter Amtmann waltete. Auf mehrfaches Bitten der Bevölkerung hin gewährte Fürst Josef Wenzel 1733 eine reduzierte Art der Landammannverfassung, wonach die beiden Landschaften ihre Landammänner und Gerichte wieder nach alter Weise bestellen konnten. Die Landammänner erhielten jedoch nur mehr das Recht zum Beisitz an den obrigkeitlichen Verhörtagen ohne Stimmrecht. Obwohl die Volksrechte stark beschnitten waren, gaben sich die Untertanen damit vorläufig zufrieden, in der Hoffnung, ihre alten Rechte eines Tages zurückzugewinnen.

Gerichtswesen 1809–1921

Auf den 1.1.1809 hob Fürst Johann I. die Landammannverfassung durch die Dienstinstruktion für Landvogt Josef Schuppler vollinhaltlich auf. Seit diesem Zeitpunkt existierten in Liechtenstein zwei Gerichtsinstanzen, nämlich das Oberamt in Vaduz als Regierungsbehörde und Gerichtsbehörde erster Instanz und die fürstliche Hofkanzlei in Wien als Appellationsgericht. Es gab keine Mitwirkung und Beteiligung des Volks an der Gerichtsbarkeit. Als Folge der Aufnahme Liechtensteins in den Deutschen Bund 1815 benötigte das Fürstentum auch eine dritte Gerichtsinstanz, deren Einführung 1818 nach Genehmigung von Kaiser Franz I. verwirklicht wurde (Oberlandesgericht in Innsbruck). Im Zug der Revolution von 1848 wurden Forderungen nach einer Neuregelung des Gerichtswesens laut. Der vom Volk gewählte Verfassungsrat legte einen Entwurf für eine solche Neuregelung vor, der allerdings nie verwirklicht wurde. Dieser sah drei Gerichtsinstanzen vor: im Oberland und im Unterland je ein Bezirksgericht, das Landesgericht in Vaduz und das Revisionsgericht, wobei bei Letzterem umstritten war, ob es in Liechtenstein oder beim Fürsten in Wien sein sollte. Des Weiteren sollten Gerichtsverfahren öffentlich und mündlich geschehen, und in Strafsachen sollte das Urteil durch Geschworene gesprochen werden. Erst 1862 wurde das Gerichtswesen durch eine mit der konstitutionellen Verfassung erlassene Amtsinstruktion neu geordnet. In Liechtenstein selbst befand sich nur das Landgericht, das auch die politische und finanzielle Verwaltung innehatte. Das Prinzip der Gewaltenteilung wurde 1871 verwirklicht. In der Folge gab es eine Reihe von Justizreformen (Abschaffung des geheimen und inquisitorischen Strafverfahrens 1881, Reform des Zivilprozesses und des Strafprozesses 1912), die 1915 vorläufig abgeschlossen waren.

Karin Schamberger-Rogl

Gerichtswesen seit 1921

Die Verfassung von 1921 schrieb vor, dass alle Behörden ins Land zu verlegen und kollegiale Behörden mindestens mehrheitlich mit Liechtensteinern zu besetzen sind. An die Stelle der Gerichtsinstanzen in Wien und Innsbruck traten das Fürstliche Obergericht und der Fürstliche Oberste Gerichtshof, die in Vaduz eingerichtet wurden. Im Gerichtsorganisationsgesetz (GOG) von 1922 wurden im Wesentlichen die Zuständigkeiten und die Organisation der Gerichtsbarkeit in bürgerlichen Rechtssachen und in Strafsachen geregelt. Die Rekursinstanz gegen Entscheidungen der Regierung in Wien wurde durch die Verwaltungsbeschwerdeinstanz in Vaduz ersetzt. Das Landesverwaltungspflegegesetz (LVG) von 1922 legte die Organisation der Verwaltungsbehörden und das Verwaltungsverfahren fest. Das Gesetz von 1925 über den Staatsgerichtshof schuf einen Gerichtshof des öffentlichen Rechts mit Sitz in Vaduz, wie es die Verfassung von 1921 in Art. 104 bestimmt hatte. Der Staatsgerichtshof fungierte als Verfassungs- und zugleich auch als Verwaltungsgerichtshof in besonderen Angelegenheiten.

Das Gerichtswesen wurde in der Verfassungsrevision vom 16.3.2003 in verschiedener Hinsicht geändert. Die Gerichte wurden neu in einem VIII. Hauptstück unter dem Titel «Von den Gerichten» zusammengefasst und eingeteilt in «Die ordentlichen Gerichte» (B), «Der Verwaltungsgerichtshof» (seit 2026: «Der Oberste Gerichtshof als Verwaltungsgerichtshof») (C) und «Der Staatsgerichtshof (D). In den «Allgemeine[n] Bestimmungen» (A) wurden Aussagen zur richterlichen Tätigkeit gemacht, die für alle Richter gelten und ein für alle Richter einheitliches Bestellungsverfahren eingeführt. Sie enthalten die Garantie der richterlichen Unabhängigkeit und bestimmen, dass die gesamte Gerichtsbarkeit im Namen des Fürsten und des Volks ausgeübt wird und die Entscheidungen der Richter in diesem Sinn in Urteilsform erlassen und ausgefertigt werden. Den Urteilen sind jeweils die Gründe beizufügen. Die Richter werden vom Landtag auf Vorschlag eines Richterauswahlgremiums, im dem der Fürst den Vorsitz und den Stichentscheid hat, gewählt und anschliessend vom Landesfürsten ernannt. Kommt kein Konsens zustande, wird eine Volkswahl durchgeführt. Die organisatorischen Voraussetzungen und das Verfahren zur Bestellung von Richtern sind im Richterbestellungsgesetz von 2003 festgelegt.

Die ordentliche Gerichtsbarkeit üben das Landgericht in erster, das Obergericht in zweiter und der Oberste Gerichtshof in dritter Instanz aus. Die Organisation, das Dienstrecht, die Dienstaufsicht und die Revision sowie die Justizverwaltung sind im Gerichtsorganisationsgesetz von 2007 geregelt. Es enthält auch allgemeine Verfahrensgrundsätze, die sich mit der Beratung und Abstimmung sowie dem Ausschluss und der Ablehnung von Richtern und anderen Gerichtspersonen (Rechtspfleger, Schrift- und Protokollführer, Gerichtsvollzieher/bis 2019: Exekutor) befassen. Schliesslich bestimmt das Gerichtsorganisationsgesetz, dass der Landtag auf Vorschlag der Regierung die Summe der Stellenprozente der vollamtlichen Richter in allen drei Instanzen festlegt. Das Dienst- und Disziplinarrecht ist im Richterdienstgesetz von 2007 festgelegt.

Landgericht

Die Spruchkörper des Landgerichts bilden die Landrichter, das Kriminal- und das Jugendgericht sowie die Rechtspfleger. Die vollamtlichen Landrichter sind als Einzelrichter tätig und stehen je einer Gerichtsabteilung vor. Im Kriminal- und im Jugendgericht sprechen neben den Landrichtern auch nebenamtliche Richter Recht; sie müssen nicht rechtskundig sein.

Bis 2011 gehörte zu den Spruchkörpern des Landgerichts auch ein Schöffengericht, welches für bestimmte Vergehen und Verbrechen zuständig war, z.B. Tötungsdelikte oder Delikte, die sich gegen den Staat richteten. Dieses bestand aus einem Landrichter als Vorsitzendem, einem Landrichter als Stellvertreter des Vorsitzenden sowie zwei Schöffen und je einem Stellvertreter für jeden Schöffen. Es entschied als Senat in der Besetzung mit seinem Vorsitzenden und zwei Schöffen.

Das Kriminalgericht setzt sich aus einem Landrichter als Vorsitzendem, einem Landrichter als Stellvertreter des Vorsitzenden, einem Landrichter als Beisitzer sowie drei nebenamtlichen Kriminalrichtern und je einem Stellvertreter für jeden Kriminalrichter zusammen. Es entscheidet als Senat in der Besetzung mit seinem Vorsitzenden, einem Beisitzer und drei Kriminalrichtern.

Das Jugendgericht besteht aus einem Landrichter als Vorsitzendem, einem Landrichter als Stellvertreter des Vorsitzenden sowie zwei Jugendrichtern und je einem Stellvertreter für jeden Jugendrichter. Das Jugendgericht entscheidet als Senat in der Besetzung mit seinem Vorsitzenden und zwei Jungendrichtern. Es ist nur dann ordentlich besetzt, wenn ein Jugendrichter dem Geschlecht des Angeklagten angehört.

Bestimmte Geschäfte der Gerichtsbarkeit erster Instanz, wie Verlassenschafts- und Pflegschaftssachen oder Strafsachen im vereinfachten Verfahren, können auch durch besonders ausgebildete und weisungsgebundene nichtrichterliche Beamte des Landgerichts, die sogenannten Rechtspfleger, besorgt werden. Die Einzelheiten sind im Rechtspflegergesetz von 1998 enthalten.

Obergericht und Oberster Gerichtshof

Das Obergericht entscheidet in zweiter Instanz. Es ist ein Kollegialgericht und besteht aus Senaten, die sich je aus einem vollamtlichen Senatsvorsitzenden, einem vollamtlichen Oberrichter und einem nebenamtlichen Beisitzer zusammensetzen und in dieser Besetzung entscheiden. Die Beisitzer müssen als Fachrichter nicht zwingend rechtskundig sein. Der Obergerichtspräsident sowie dessen erster und zweiter Stellvertreter werden aus der Mitte der Senatsvorsitzenden für eine Amtsdauer von fünf Jahren ernannt.

Der Oberste Gerichtshof bildet die dritte Instanz. Er ist ebenfalls ein Kollegialgericht, das aus Senaten besteht, die sich je aus einem Senatsvorsitzenden sowie zwei Richtern des Obersten Gerichtshofs zusammensetzen und in dieser Besetzung entscheiden. Die nebenamtlichen Richter müssen nicht zwingend rechtskundig sein. Der Präsident des Obersten Gerichtshofs und dessen Stellvertreter werden aus der Mitte der Senatsvorsitzenden für eine Amtsdauer von fünf Jahren ernannt.

Verwaltungsgerichtshof und Staatsgerichtshof

Im Zug der Verfassungsrevision wurden 2003 auch das Landesverwaltungspflegegesetz revidiert und das Gesetz über den Staatsgerichtshof neu gefasst. Zu den Gerichtshöfen des öffentlichen Rechts zählten nun der Verwaltungsgerichtshof (zuvor Verwaltungsbeschwerdeinstanz VBI) und der Staatsgerichtshof. Der Verwaltungsgerichtshof befand über Beschwerden gegen Entscheidungen oder Verfügungen der Regierung und der an ihrer Stelle eingesetzten besonderen Kommissionen und über Aufsichtsbeschwerden gegen die Regierung. Er wurde 2026 in den Obersten Gerichtshof als Verwaltungsgerichtshof integriert. In die Zuständigkeit des Staatsgerichtshofs fallen besonders der Schutz der verfassungsmässig gewährleisteten Rechte und die Prüfung der Verfassungsmässigkeit von Gesetzen und Staatsverträgen sowie der Gesetzmässigkeit der Regierungsverordnungen.

Justizrefom 2026

Mit einer 2026 in Kraft getretenen Justizreform wurde eine Professionalisierung der Gerichte angestrebt, indem mehr vollamtliche Richterstellen geschaffen wurden, wie dies von der Group of States against Corruption (GRECO) des Europarats empfohlen worden war. Die obersten Fachgerichte (Oberster Gerichtshof und Verwaltungsgerichtshof) sowie der Staatsgerichtshof waren vor 2026 ausschliesslich mit nebenamtlichen Richtern besetzt gewesen. Seither sind neben den 17 vollamtlichen Landrichtern und den fünf vollamtlichen Oberrichtern auch beim Obersten Gerichtshof und beim Staatsgerichtshof je zwei vollamtliche Richter beschäftigt. Das Obergericht und der Oberste Gerichtshof entscheiden seit 2026 in Dreier- statt wie früher in Fünfersenaten. Der vorher eigenständige Verwaltungsgerichtshof wurde in den Obersten Gerichtshof als Verwaltungsgerichtshof integriert. Aus Gründen der Spezialisierung und der Reaktion auf unterschiedliche Auslastungen in den einzelnen Rechtsgebieten wurden beim Obergericht und beim Obersten Gerichtshof je ein Richterpool geschaffen. Mittels Geschäftsverteilung werden die voll- und nebenamtlichen Richter so den Senaten zugewiesen, dass die Möglichkeit besteht, spezialisierte Senate zu bilden, etwa für das Finanzmarktrecht, das Asylrecht und das Verwaltungsrecht.

Schliesslich wurde mit Blick auf einen sich abzeichnenden Personalressourcenmangel das Dienstrecht der Richter und Staatsanwälte angepasst, so dass nun eine Weiterbildungspflicht sowie die Möglichkeit zur Teilzeitarbeit und der zeitlich begrenzten Weiterbeschäftigung über das ordentliche AHV-Rentenalter hinaus besteht. Für vollamtliche Landrichter und für Staatsanwälte gilt seither eine Probephase von drei Jahren. Auf die angedachte Verkürzung des Instanzenzugs in der ordentlichen Gerichtsbarkeit von drei auf zwei Instanzen wegen des grössenbedingt geringeren Geschäftsanfalls in Liechtenstein wurde nach einer kontroversen Diskussion in der Öffentlichkeit und dem Landtag letztlich verzichtet.

Herbert Wille, Cyrus Beck (Überarbeitung)

Quellen

Literatur

Medien

Schild des Fürstlichen Landgerichts, 1905 ((Liechtensteinisches Landesmuseum). Das Schild hing bis zum Auszug des Landgerichts am Regierungsgebäude.

ZUR VERTIEFUNG
100 Jahre Gerichtsorganisationsgesetz

Allegorie der Justiz mit Gesetzbuch und Stab, Waage und Rutenbündel an der Fassade des Regierungsgebäudes in Vaduz. Das Mosaikbild wurde 1910/11 nach Entwürfen des Wiener Malers Rudolf Sagmeister von der Tiroler Glasmalerei- und Mosaikanstalt in Innsbruck ausgeführt (Amt für Kultur, Abteilung Denkmalpflege, Foto: Josef Ineichen, Rupperswil).

Zitierweise

Karin Schamberger-Rogl, Herbert Wille, Cyrus Beck, «Gerichtswesen», Stand: 2.9.2026, in: Historisches Lexikon des Fürstentums Liechtenstein online (eHLFL), URL: https://historisches-lexikon.li/Gerichtswesen, abgerufen am 14.9.2026.