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Gisler, Anton

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Autor: Franz Xaver Bischof | Stand: 31.12.2011

Bischof. *25.3.1863 Bürglen (UR), † 4.1.1932 Chur. Nach dem Gymnasium in Altdorf und Einsiedeln Studium der Theologie als Alumne des Germanikums an der Gregoriana in Rom (1888 Dr. theol. et phil.), 1887 Priester. Von 1893 an wirkte er als Professor der Dogmatik, Apologetik und Homiletik am Priesterseminar in Chur, 1913–32 zugleich Regens. Einer breiteren intellektuellen katholischen Leserschaft machte er sich als Redaktor der von ihm 1900 mitbegründeten wissenschaftlichen Monatsschrift «Schweizerische Rundschau» bekannt. In der Krise um den theologischen «Modernismus» griff er, die antimodernistischen Positionen Pius’ X. vertretend, mit dem Buch «Der Modernismus» (1912) ein, das ihm von integralistischer Seite selbst den Verdacht des Modernismus eintrug. 1928 wurde er zum Titularbischof von Mileve und Koadjutor von Bischof Schmid von Grüneck ernannt, der ihn aber überlebte. Am 20.5.1929 hielt Gisler anlässlich des zweiten liechtensteinischen Katholikentags in Vaduz einen Pontifikalgottesdienst ab.

Literatur

LVbl., 22.5.1929; Th. Herger: Weihbischof Anton Gisler, 1974 (mit Werkverzeichnis); HS I/1, 511; Gatz: Bischöfe 1803–1945, 248f.

Zitierweise

Franz Xaver Bischof, «Gisler, Anton», Stand: 31.12.2011, in: Historisches Lexikon des Fürstentums Liechtenstein online (eHLFL), URL: https://historisches-lexikon.li/Gisler,_Anton, abgerufen am 19.2.2019.