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Gstöhl

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Autor: Jürgen Schindler | Stand: 31.12.2011

Geschlecht aus Balzers, Eschen und Mauren (†). 1990 trugen in Liechtenstein 227 Personen den Namen Gstöhl. Erstmals erwähnt 1363. Im 15. Jahrhundert stellte die Familie mit Leonhard einen Landammann der Herrschaft Schellenberg.

a) Balzers: Für die Gstöhl aus Balzers können ab dem ersten Viertel des 18. Jahrhunderts zusammenhängende Genealogien erstellt werden (zwei Stämme). Der erste Stamm wurde um 1700 begründet und brachte den Landtagsabgeordneten Georg und dessen Tochter, die Professorin Sieglinde, sowie den Staatsgerichtshofpräsidenten Harry hervor. Der zweite Stamm wurde im zweiten Viertel des 18. Jahrhunderts begründet.

b) Eschen: Für das weitverzweigte Geschlecht kann ab dem dritten Viertel des 17. Jahrhunderts eine zusammenhängende Genealogie erstellt werden (ein Stamm). Aus der Linie nach dem Landtagsabgeordneten, Gemeindevorsteher und Wirt Johann stammen die Landtagsabgeordneten Werner Hubert und Egon. Johanns Nachfahren führten über vier Generationen das Gasthaus zur «Eintracht» in Eschen (bis 2009).

c) Mauren: Familien des Namens Gstöhl lassen sich in Mauren zwischen 1684 und 1746 nachweisen. Thomas Gstöhl wurde 1709 zum Ortsgeschworenen gewählt.

Literatur

Tschugmell: Maurer Geschlechter, 1931, 81; Tschugmell: Maurer Geschlechter, 1941, 120; Tschugmell: Balzner Geschlechter, 1957, 70; Tschugmell: FB Balzers, 1966; Eschner Familienbuch 1, 1997; FLNB II/3, 308f.

Zitierweise

Jürgen Schindler, «Gstöhl», Stand: 31.12.2011, in: Historisches Lexikon des Fürstentums Liechtenstein online (eHLFL), URL: <https://historisches-lexikon.li//Gst%C3%B6hl>, abgerufen am 19.2.2019.