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Guflina

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Autor: Herbert Hilbe | Stand: 31.12.2011

Nordöstlicher Teil von Gnalp und einstiger Weiler nordöstlich oberhalb des Dorfzentrums, Gemeinde Triesenberg, 1280 m ü.M. Name von alträtoromanisch *cuvlina (kleine Höhle). Guflina gehört zu den 1355 urkundlich erwähnten ersten Walser-Siedlungen (Guflen) auf Triesenberg. Das Gebiet war im Besitz des Klosters St. Luzi, Chur. Dieses belehnte 1408 den Walser Claus Brunner mit der unteren Guflina und 1417 Heinrich von Gutenberg sowie einige seiner Angehörigen mit der oberen Guflina. Die Besiedlung Guflinas ist urkundlich bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts belegt. Der Flurname «Bim Chalchofa» auf Guflina lässt darauf schliessen, dass dort Kalk gebrannt wurde. Auf Guflina spielt die Sage vom Riesen von Guflina, der einen Drachen tötete, welcher wiederholt Vieh gerissen hatte.

Quellen

LUB I/1, 458–461; LUB I/4, 56–66, 168, 189.

Literatur

O. Seger: Sagen aus Liechtenstein, in: JBL 65 (1966), 13–175, bes. 29f.; E. Bucher: Walsersiedlungen in Liechtenstein, 1992, 44; FLNB I/2, 47, 108f.

Externe Links

Geodatenportal, Amt für Bau und Infrastruktur, Liechtensteinische Landesverwaltung Liechtensteiner Namenbuch online

Zitierweise

Herbert Hilbe, «Guflina», Stand: 31.12.2011, in: Historisches Lexikon des Fürstentums Liechtenstein online (eHLFL), URL: <https://historisches-lexikon.li//Guflina>, abgerufen am 18.2.2019.