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Gupfenbüchel (Gopfaböchel)

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Autorin: Anna Merz | Stand: 31.12.2011

Archäologischer Fundort, Gemeinde Mauren, 470 m ü.M. Die auffällige Form des Gupfenbüchels mit seinem ebenen, etwa 50 m langen Plateau hat schon früh zur Vermutung geführt, der Hügel oder zumindest seine Form sei keines natürlichen Ursprungs. Die Meinungen schwanken zwischen einer mittelalterlichen und einer prähistorischen Befestigung bzw. Siedlung. Als John Sholto Douglass aus Thüringen (Vorarlberg) 1864 eine Sondierung auf dem Gupfenbüchel vornahm, fand er keine baulichen Überreste und nur wenige Objekte, die zudem heute meist verschollen sind. Bei den Objekten aus Metall handelte es sich um eine Bronzenadel, ein gebogenes Stück Bronzedraht und ein in Rohrform zusammengedrücktes Kupferblech – Funde, die an die Bronzezeit denken lassen. Eine Besiedlung der Kuppe kann beim derzeitigen Forschungsstand weder bestätigt noch ausgeschlossen werden.

Literatur

J.S. Douglass: Über einen befestigten Hügel bei Mauren in Liechtenstein, in: JbVLM 1865, 66; O. Menghin: Der Hausberg von Mauren im Fürstentum Liechtenstein, in: JBL 14 (1914), 99–115.

Zitierweise

Anna Merz, «Gupfenbüchel (Gopfaböchel)», Stand: 31.12.2011, in: Historisches Lexikon des Fürstentums Liechtenstein online (eHLFL), URL: <https://historisches-lexikon.li//Gupfenb%C3%BCchel_(Gopfab%C3%B6chel)>, abgerufen am 21.2.2019.