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Guscha

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Autor: Florian Hitz | Stand: 31.12.2011

Ehemalige Walsersiedlung, 1115 m ü.M., seit 1897 zur Gemeinde Maienfeld (GR) gehörig. 1366 Mutzen, 1610 Guschnerberg.

Mit den übrigen Walsersiedlungen am Maienfelder Berg gehörte Guscha zur Pfarrei Sankt Luzisteig. Als die Steigkirche um 1465 der Maienfelder Stadtkirche unterstellt wurde, behielt die walserische «Gemeinde im Berg» ihre Begräbnisstätte auf der St. Luzisteig.

Um einen Streit zwischen Guscha und Balzers um den Holzbezug und um Weiderechte zu schlichten, zogen Schiedsleute aus der Grafschaft Vaduz und aus Maienfeld 1610 eine Territorialgrenze. Sie wurde 1731 im Marchenbrief zwischen Maienfeld und Fläsch sowie 1832 zwischen Maienfeld und Balzers bestätigt. Es handelt sich um die aktuelle Gemeindegrenze Maienfeld-Fläsch, wobei der Wald auf Fläscher Seite samt dem Guschatobel Eigentum der Gemeinde Balzers ist.

1965 kaufte und räumte die Schweiz die Siedlung für den Waffenplatz St. Luziensteig. 1969 verliessen die letzten beiden Familien Guscha. Seit 1974 pflegt der Verein «Pro Guscha» die alten Wohnbauten.

Literatur

D. Frick: Die Balzner Gemeindegrenzen, in: Der Balzner Wald, 1982, 154–183, bes. 162, 164f., 168f.; J.F. Fulda: Die Beziehungen zwischen der Guscha und Maienfeld, in: Tpl., 1984, H. 4, 32–36.

Zitierweise

Florian Hitz, «Guscha», Stand: 31.12.2011, in: Historisches Lexikon des Fürstentums Liechtenstein online (eHLFL), URL: <https://historisches-lexikon.li//Guscha>, abgerufen am 21.4.2019.