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Heimattreue Vereinigung Liechtenstein

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Autor: Wilfried Marxer | Stand: 31.12.2011

Wegen zunehmender nationalsozialistischer Aktivitäten der Volksdeutschen Bewegung in Liechtenstein gründeten am 24.1.1939 in Schaan 21 Männer ein Organisationskomitee. Ziel war die Abwehr des Nationalsozialismus und die Wahrung der Selbständigkeit Liechtensteins. Am Tag nach dem misslungenen nationalsozialistischen Anschlussputsch vom 24.3.1939 gab sich das Komitee den Namen Heimattreue Vereinigung Liechtenstein und startete eine Unterschriftenaktion zur Bekräftigung der liechtensteinischen Unabhängigkeit, verbunden mit einem Bekenntnis zum Fürstenhaus und zur wirtschaftlichen und politischen Orientierung an der Schweiz. 95,4 % aller stimmberechtigten Männer unterzeichneten den Text als patriotisches Bekenntnis. Vorsitzender der Heimattreuen Vereinigung Liechtenstein war Emanuel Konrad, danach Altregierungsrat Alois Schädler, ab Juli 1940 Richard Meier. Beim Wiedererstarken der nationalsozialistischen Kräfte 1940 zeigte sich die Heimattreue Vereinigung Liechtenstein wachsam. Sie lebte in der im Herbst 1940 entstandenen «Nationalen Bewegung» weiter.

Literatur

Geiger: Krisenzeit 2, 22000, 409–426.

Zitierweise

Wilfried Marxer, «Heimattreue Vereinigung Liechtenstein», Stand: 31.12.2011, in: Historisches Lexikon des Fürstentums Liechtenstein online (eHLFL), URL: https://historisches-lexikon.li/Heimattreue_Vereinigung_Liechtenstein, abgerufen am 22.2.2019.