Heinlein (Henelin), Georg

Autor: Franz Näscher | Stand: 31.12.2011

Abt und Priester (OPraem). †3.12.1629 Bendern, katholisch.

Chorherr des Prämonstratenserklosters Obermarchtal (D), 1624–1629 Abt des Klosters St. Luzi und Pfarrer in Bendern, wo der Konvent 1538–1636 lebte, am 17.10.1627 Abtweihe in Chur. 1626 Gründung der Rosenkranz-Bruderschaft in Bendern, Konflikt mit Ruggell über die Frage, wie häufig dort Gottesdienste abgehalten werden sollen. 1628–1629 berichtete Heinlein über die Bedrängnis der Bevölkerung der Grafschaft Vaduz und der Herrschaft Schellenberg durch die Einquartierung von Kriegsvolk (→ Dreissigjähriger Krieg) und 1629 über die in Bendern grassierende Pest, welcher er selbst zum Opfer fiel.

Literatur

  • Franz Näscher: Beiträge zur Kirchengeschichte Liechtensteins, Bd. 1: Seelsorger in den Pfarreien, Vaduz 2009, S. 229.
  • Immacolata Saulle Hippenmeyer: Chur, St. Luzi, in: Helvetia Sacra, Abteilung 4: Die Orden mit Augustinerregel, Bd. 3: Die Prämonstratenser und Prämonstratenserinnen in der Schweiz, Basel 2002, S. 217–266, hier S. 258f.
  • Johann Baptist Büchel: Die Geschichte der Pfarrei Bendern, in: Jahrbuch des Historischen Vereins für das Fürstentum Liechtenstein, Bd. 23 (1923), S. 1–180, hier S. 52–55, 168–169.

Zitierweise

Franz Näscher, «Heinlein (Henelin), Georg», Stand: 31.12.2011, in: Historisches Lexikon des Fürstentums Liechtenstein online (eHLFL), URL: https://historisches-lexikon.li/Heinlein_(Henelin),_Georg, abgerufen am 14.1.2026.