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Herbert Ospelt Anstalt

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Autor: Christoph Maria Merki | Stand: 31.12.2011

Die Herbert Ospelt Anstalt, ein international tätiger Lebensmittel- und Tierfutterproduzent, geht auf eine Vaduzer Metzgerei zurück, die der Metzgermeister Herbert Ospelt 1958 im Alter von 29 Jahren seinem Vater Albert abkaufte. 1960 gründete Ospelt in Vaduz eine Wurstfabrik. 1967 verlegte er die Produktion nach Bendern, wo er während Jahren das Fleisch aus dem damals dort ansässigen Landesschlachthof bezog. Der Betrieb in Bendern beschäftigte 1982 100 Personen. Er wurde laufend erweitert und ist seit 1991 auch der juristische Hauptsitz der Ospelt-Gruppe. Seit 1971 vertreibt Ospelt seine Fleischwaren unter der Marke «Malbuner». Zum wichtigsten Abnehmer seiner Produkte wurden die Schweizer Grossverteiler, namentlich die Migros. Seit den 1980er Jahren expandierte die Herbert Ospelt Anstalt stark: 1982 wurde in Sargans (SG) eine Fabrik eröffnet (sie stellt heute v.a. Fertiggerichte her), 1991 in Frastanz (Vorarlberg) (Erschliessung des EU-Markts, 2007 verkauft). Die Herbert Ospelt Anstalt produziert neben den Wurstwaren, die sie bekannt gemacht haben, verschiedenste Produkte: 1987 wurde in Bendern die Tierfutterproduktion aufgenommen, 1990 in Weite (SG) eine Fischräucherei gekauft, 1999 in Apolda (D) eine Tiefkühlpizzafabrik übernommen; 2000 kamen zwei schweizerische Rauchlachsbetriebe hinzu, seit 2004 gehört der Herbert Ospelt Anstalt die schweizerische Panetta-Gruppe, die u.a. Konditoreiartikel und Fertiggerichte herstellt. 2004 beschäftigte die Ospelt-Gruppe, an deren Spitze mittlerweile Herberts Sohn Alexander stand, in vier Ländern gegen 2000 Personen.

Literatur

Wirtschaft, 1982, 174f.; Wirtschaft regional, 27.7.2002; Wirtschaft regional, 16.8.2003; LVa., 24.3.2004; LVbl., 14.12.2007.

Zitierweise

Christoph Maria Merki, «Herbert Ospelt Anstalt», Stand: 31.12.2011, in: Historisches Lexikon des Fürstentums Liechtenstein online (eHLFL), URL: https://historisches-lexikon.li/Herbert_Ospelt_Anstalt, abgerufen am 19.2.2019.