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Heuwiesen

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Autor: Martin Graber | Stand: 31.12.2011

Wiesen- und Waldareal der Gemeinde Wartau (SG); bis 1807 Eigentum der Gemeinde Triesen. Da der Wartauer Wuhrbau den Rheinverlauf gegen Triesen gedrängt hatte, vertraten die Triesner schon 1467 die Meinung, der Rhein fliesse zwischen ihren Gütern. 1487 wurde der stärkste Rheinarm und 1494 der ehemalige Rheinlauf als Grenze festgelegt, womit Triesner Gemeindegut auf die linke Rheinseite zu liegen kam. 1506 und 1552 wurden Grenzsteine gesetzt; 1593 kam es wegen der Zäunung zu Streit. 1697/98 versuchten die Triesner, die Heuwiesen durch einen Wuhrbau wieder auf ihre Seite zu bringen, was ihnen aber 1701 ebenso verboten wurde wie 1759 der Bau einer Rheinbrücke zum Zweck der besseren Bewirtschaftung. Nachdem die Gemeinde Triesen die Heuwiesen ab 1796 verpachtet hatte, verkaufte sie sie 1807 an einen Privaten. 1855 gelangte die Ortsgemeinde Wartau in ihren Besitz; sie errichtete dort das Wartauer Armenhaus.

Literatur

Büchel: Triesen, 1902; Büchel: Gemeinde Triesen 2, 1989, 953–956; P. Vogt: Furten, Fähren und Brücken zwischen Werdenberg und Liechtenstein, in: Werdenberger Jahrbuch 1990, Jg. 3 (1989), 154–164, bes. 157f.

Zitierweise

Martin Graber, «Heuwiesen», Stand: 31.12.2011, in: Historisches Lexikon des Fürstentums Liechtenstein online (eHLFL), URL: https://historisches-lexikon.li/Heuwiesen, abgerufen am 19.2.2019.