Aktionen

Hilti, Eugen

Wechseln zu: Navigation, Suche

Autorin: Julia Frick | Stand: 31.12.2011

Unternehmer und Industriepionier. *10.2. 1911 Schaan, †20.11.1964 Spital Chur, von Schaan, wohnhaft in Schaan. Sohn des stv. Landtagsabgeordneten und Metzgermeisters Josef und der Walburga, geb. Quaderer, elf Geschwister, u.a. Künstler Gottfried sowie die Unternehmer Toni und Martin. 22.6.1936 Mathilde Kraus (*31.8.1910, †6.3.1999), drei Kinder. Mechanikerlehre in Frastanz (Vorarlberg), danach Wanderjahre, u.a. in Genf. 1933 gründete Hilti in Schaan einen Garagen- und Schlossereibetrieb, den er ab 1939 zusammen mit seinem Bruder Martin unter dem Namen «E. Hilti Maschinenbau Central-Garage» führte. Die Firma reparierte Autos und stellte u.a. Zündkerzenkörper sowie Gattersägen her. Zudem wurde Hilti bei Reparaturen von Maschinen, z.B. im Lawenawerk, als Fachmann beigezogen. Er und sein Bruder Martin gründeten in Schaan 1941 die Maschinenbau Hilti oHG (→ Hilti AG), die bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs fast ausschliesslich als Zulieferer für die deutsche Rüstungsindustrie produzierte, und 1944 die zivile Produkte herstellende Mea Kunstharz-Presswerk AG (1961 Fusion mit der Hilti AG). Nachdem die Hilti oHG beim Kriegsende in eine Krise geraten war, entwickelte sie sich nach dem Einstieg in die Befestigungstechnik (ab 1948) ab den 1950er Jahren zu einem weltweit tätigen Konzern. Hilti war gleichberechtigter Mitinhaber der von Martin Hilti geleiteten Hilti oHG und 1960–64 Verwaltungsrat der Hilti AG. Bis 1964 gehörte er der liechtensteinischen Landeslehrlingskommission an. Hilti zählt zu den Trägern der zweiten Industrialisierungswelle in Liechtenstein.

Literatur

Marxer/Ruch: Industriebetriebe, 2005.

Nachrufe

LVa. und LVbl., 24.11.1964.

Zitierweise

Julia Frick, «Hilti, Eugen», Stand: 31.12.2011, in: Historisches Lexikon des Fürstentums Liechtenstein online (eHLFL), URL: https://historisches-lexikon.li/Hilti,_Eugen, abgerufen am 19.2.2019.