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Hilty, Johann (1904-1992)

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Autorin: Helen Marxer | Stand: 31.12.2011

*27.5.1904 Schaan, †3.7.1992 Eschen, von Schaan. Sohn des Andreas und der Anna, geb. Huber, fünf Geschwister. 15.12.1934 Martha de Morse, geb. Szroczynsky, zwei Kinder. 1913 Tod des Vaters und Einweisung der Mutter in eine Nervenheilanstalt, in der Folge ärmliche und entbehrungsreiche Kindheit. Nach Beendigung der Volksschule 1920 arbeitete Hilty ohne Lohn im «Bierhüsle», Schaan. 1922–25 Wagnerlehre, danach Jahre der Arbeitssuche und Arbeitslosigkeit in Österreich und der Schweiz. 1927 wanderte Hilty in die USA aus, wo er bis 1953 als Farmer und Bauarbeiter lebte. Infolge seiner kommunistischen und gewerkschaftlichen Tätigkeit wurde er politisch verfolgt, erhielt ein Arbeitsverbot, lebte zwei Jahre im Untergrund und wurde 1955 ausgewiesen. Ab 1955 arbeitete Hilty auf dem Bau in Liechtenstein, später kaufte er ein Gut in Gamlitz (Steiermark), wo er bis 1984 wohnte. Danach lebte Hilty im LBZ Eschen. Ab 1985 Mitglied der Freien Liste.

Literatur

Johann Hilty: Biografische Notizen, Hg. Helen Marxer, 1992; Nach Amerika! 1, 1998, 140, 211.

Zitierweise

Helen Marxer, «Hilty, Johann (1904-1992)», Stand: 31.12.2011, in: Historisches Lexikon des Fürstentums Liechtenstein online (eHLFL), URL: https://historisches-lexikon.li/Hilty,_Johann_(1904-1992), abgerufen am 19.2.2019.