Hoch, Hilmar

Autor: Redaktion | Stand: 25.11.2025

Staatsgerichtshofpräsident. *27.4.1958 Chur, von Triesen, wohnhaft in Triesen. Sohn des Briefträgers Florian und der Hausfrau Sofie, geb. Beck, sechs Geschwister, darunter der Landtagsabgeordnete Gebhard. Ledig, ein Sohn.

Primarschule in Triesen, 1970–1977 Liechtensteinisches Gymnasium in Vaduz, 1977–1983 Studium der Rechtswissenschaft an der Universität Bern (1983 lic. iur., 1991 Dr. iur.), 1992 Master of Laws (LL.M.) an der Harvard Law School in Cambridge/Massachusetts (USA); zugelassen als Rechtsanwalt in Liechtenstein (1991) und New York (1993). Hoch war 1994–2020 Partner in liechtensteinischen Anwaltskanzleien in Vaduz und Schaan. Seit 2021 ist er als selbstständiger Rechtsanwalt in Triesen tätig (Hoch Advokatur).

Hoch ist seit 1994 Mitglied des liechtensteinischen Staatsgerichtshofs (StGH), 2005–2018 als Vizepräsident und seit 2018 als Präsident. Ausserdem ist er seit 1999 Dozent für Staatsrecht im Vorbereitungskurs für Rechtsanwaltskandidaten in Liechtenstein und seit 2004 Präsident der Rechtsanwaltsprüfungskommission.

1985–1989 war Hoch Redaktionsmitglied der Zeitung «Maulwurf». Seit 2016 ist er Stellvertretender Vorsitzender des Wissenschaftlichen Rates des Liechtenstein-Instituts. Er publizierte zu verschiedenen rechtswissenschaftlichen Themen, insbesondere zum liechtensteinischen Verfassungsrecht.

Werkauswahl

  • Hilmar Hoch: The Liechtenstein Constitutional Court and the Primacy of EEA Law, in: The EFTA Court. Developing the EEA over Three Decades, hg. von Páll Hreinsson, Ólafur Jóhannes Einarsson und Bryndís Pálmarsdóttir, Oxford etc. 2024, S. 113–125.
  • Hoch, Hilmar: Verfassungsgerichtsbarkeit im Kleinstaat – das Beispiel Liechtenstein, in: Zeitschrift für öffentliches Recht (ZöR) 76/4 (2021), S. 1219–1240.
  • Hilmar Hoch: «Grundprinzipien und Kerngehalte der Grundrechte der Landesverfassung». Der EWR-Vorbehalt des Staatsgerichtshofes als materielle Verfassungsänderungsschranke, in: 100 Jahre liechtensteinische Verfassung. Funktionen, Entwicklung und Verhältnis zu Europa, hg. von Hilmar Hoch, Christina Neier, Patricia M. Schiess Rütimann, Gamprin-Bendern 2021 (= Liechtenstein Politische Schriften, Bd. 62), S. 51–85.
  • Hilmar Hoch: Schwerpunkte in der Entwicklung der Grundrechtssprechung des Staatsgerichtshofes, in: Verfassungsgerichtsbarkeit im Fürstentum Liechtenstein. 75 Jahre Staatsgerichtshof, hg. von Herbert Wille, Vaduz 2001 (= Liechtenstein Politische Schriften, Bd. 32), S. 65–87.
  • Hilmar Hoch: Geschichte des Liechtensteinischen Sozialversicherungsrechts, Dissertation Universität Bern, Vaduz 1991.

Archive

  • Archiv des Historischen Lexikons des Fürstentums Liechtenstein online (AeHLFL).

Normdaten

GND: 171250060

Zitierweise

Redaktion, «Hoch, Hilmar», Stand: 25.11.2025, in: Historisches Lexikon des Fürstentums Liechtenstein online (eHLFL), URL: https://historisches-lexikon.li/Hoch,_Hilmar, abgerufen am 16.12.2025.