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Jugendherberge

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Autor: Hansjakob Falk | Stand: 31.12.2011

Jugendherbergen sind preisgünstige, einfache Übernachtungs- und Freizeitstätten besonders – ursprünglich nur – für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene. Die erste Jugendherberge entstand 1909 im Zusammenhang mit der sogenannten Wandervogelbewegung in Deutschland. In Liechtenstein wurde nach der Wiederbelebung des Tourismus nach dem Zweiten Weltkrieg das Fehlen einer Jugendherberge bemängelt. 1948 sprach sich die Regierung gegen den Bau einer Jugendherberge aus. 1966 schlug das liechtensteinische Jugendparlament die Errichtung einer Jugendherberge in Vaduz vor. 1975 gründeten die Josef-Wagener-Stiftung sowie die Gemeinden Schaan und Vaduz die «Jugendherberge-Stiftung Schaan-Vaduz». Diese errichtete in der Folge die «Jugendherberge Schaan-Vaduz» in der Gemeinde Schaan, 450 m ü.M. (Eröffnung 1977). Seit einer Sanierung und Erweiterung 1993 wird die Jugendherberge auch für Familienferien, Schul- und Sportwochen, Tagungen und Kurse genutzt. 2001 mietzinslos für zehn Jahre an die «Schweizerische Stiftung für Sozialtourismus» verpachtet. Als Betreiber fungiert seit 2001 der «Verein Schweizer Jugendherbergen» (SJH). Die Jugendherberge umfasst 110 Betten, 2006 verzeichnete sie 7914 Logiernächte.

Archive

GAS.

Literatur

Liechtenstein 1938–1978, 1978, 508; LVbl., 15.9.2003.

Zitierweise

Hansjakob Falk, «Jugendherberge», Stand: 31.12.2011, in: Historisches Lexikon des Fürstentums Liechtenstein online (eHLFL), URL: https://historisches-lexikon.li/Jugendherberge, abgerufen am 19.2.2019.