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Kabarett

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Autor: Jürgen Schremser | Stand: 31.12.2011

Kabarett als Kunstform der szenischen Satire etablierte sich in Liechtenstein in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Als liechtensteinische Kabarettgruppen mit literarischem Anspruch und zeitkritischem Gehalt gelten das 1964–70 bestehende Kabarett «Kaktus» um Alois Büchel (Texte) und u.a. Hansrudi Sele, Hermann Hassler und Josef Biedermann (Kabarettspieler), sowie das «Liechtensteiner Gabarett» LiGa (Mathias Ospelt, Ingo Ospelt, Marco Schädler), welches 1994–2006 mit zwölf Jahresprogrammen auftrat. Daneben finden sich im liechtensteinischen Amateurtheater kabarettistische Stilmittel (Parodien, Sketche, Spottreden), besonders als Bestandteil der lokalen Vereins- und Fasnachtsunterhaltungen. Als historisches Kuriosum einer parteieigenen Kabarett-Gruppe agierte in den 1930er Jahren das «Blaue Kabarett» des Liechtensteiner Heimatdienstes.

Literatur

Geiger: Krisenzeit 1, 22000, 391f.; M. Ospelt: Das LiGa, 2007.

Zitierweise

Jürgen Schremser, «Kabarett», Stand: 31.12.2011, in: Historisches Lexikon des Fürstentums Liechtenstein online (eHLFL), URL: https://historisches-lexikon.li/Kabarett, abgerufen am 22.4.2019.