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Kaiser AG

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Autorin: Martina Sochin D’Elia | Stand: 31.12.2011

Vorläufer des heutigen Fahrzeugwerks Kaiser AG war eine Spinnerei und Weberei, die die Brüder Georg (1881–1949) und Josef Kaiser sen. (1888–1968) im Frühjahr 1918 gründeten. Mit dem Zollanschluss an die Schweiz verlor der Betrieb die vorarlbergische Kundschaft und musste schliessen. Josef Kaiser gründete 1925 eine «Auto- und Maschinen-Reparatur-Werkstätte» und stellte Autotraktoren mit und ohne Holzvergaser her. Die Kaiser AG entwickelte sich zur grössten Reparaturwerkstätte der Region für LKWs und Baumaschinen. 1953 übernahm Josef Kaiser jun. (1928–1993) die Firma. Er vollzog den Schritt von der Werkstatt zu einem produzierenden Industriebetrieb. Seine erste Pionierleistung stellte die Produktion von Saug-Druck-Fässern bzw. Jauchefässern für die Landwirtschaft ab 1957 dar. Diese waren aus Stahl und nicht wie bis anhin aus Holz. Die Entwicklung eines Kanalreinigungsfahrzeugs 1963 und des ersten Hydraulik-Schreitbaggers 1965 stellten weitere wichtige Schritte dar. Bis heute sind diese zwei Bereiche die Standbeine der Kaiser AG und werden ständig weiterentwickelt. Die Kaiser AG produzierte 1984 zudem das erste Kommunalfahrzeug, das mit einem Wasserrückgewinnungssystem ausgerüstet war. 2001 Gründung eines Tochterunternehmens in Nenzing (Vorarlberg), 2006 Eröffnung einer Vertriebsgesellschaft in Peking und einer Unternehmungsstellvertretung in der Slowakei. Am Hauptsitz in Schaanwald waren 1945 sieben, 1997 107 und 2007 140 Mitarbeiter beschäftigt. Heute wird das Familienunternehmen vom Sohn von Josef Kaiser jun., Markus Kaiser, geleitet.

Literatur

LVbl., 18.2.1989.

Zitierweise

Martina Sochin D’Elia, «Kaiser AG», Stand: 31.12.2011, in: Historisches Lexikon des Fürstentums Liechtenstein online (eHLFL), URL: https://historisches-lexikon.li/Kaiser_AG, abgerufen am 16.2.2019.