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Kapelle St. Peter (Mäls)

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Autorin: Judith Niederklopfer-Würtinger | Stand: 31.12.2011

Katholische Kapelle, Gemeinde und Pfarrei Balzers, Ortsteil Mäls, 476 m ü.M. Gründungsbau nicht vor 1300 datiert, vermutlich rechteckiger Grundriss mit Dachreiter, um 1510 durch einen Chor mit dreiseitigem Abschluss erweitert. 1513 erstmalige Erwähnung des Patroziniums St. Peter und Paul. 1578 Anbau des viergeschossigen Glockenturms, Errichtung zweier Kreuzgratgewölbe im Langhaus. 1873 Baumassnahmen, weitere Veränderungen 1934 und 1969–71 (Kreuzgratgewölbe abgebrochen), 1971 Altarweihe. 1951 Unterschutzstellung. Nach Süden gerichtete Kapelle; Langhaus mit dreiseitig geschlossenem Chor, fünfgeschossiger Turm an der Ostseite, Eingang an der nördlichen Giebelseite. Im Chor spätgotischer Flügelaltar (um 1516), im Schrein Holzfiguren der Heiligen Johannes Evangelist, Petrus und Paulus; beidseitige Bemalung der Flügel und der Predella (1996 Restaurierung des Altars). An der Ostwand thronende Muttergottes (um 1410/20) aus Holz mit neuer Fassung. Die Kapelle St. Peter ist zusammen mit dem benachbarten Turmhaus als Zentrum eines herrschaftlichen Gutshofs zu sehen.

Literatur

Poeschel: Kunstdenkmäler, 1950, 42–51; H.R. Sennhauser: Kapelle St. Peter und Turmhaus in Mäls, in: JBL 71 (1971), 5–40; Restauration St. Peterskapelle Mäls, 1971; H. Frommelt: Denkmalschutz in Liechtenstein 1996, in: JBL 96 (1998), 275; Herrmann: Kunstdenkmäler 2, 2007, 51–57.

Zitierweise

Judith Niederklopfer-Würtinger, «Kapelle St. Peter (Mäls)», Stand: 31.12.2011, in: Historisches Lexikon des Fürstentums Liechtenstein online (eHLFL), URL: https://historisches-lexikon.li/Kapelle_St._Peter_(Mäls), abgerufen am 19.2.2019.

Medien

Postkarte «St. Peter, Mäls bei Balzers», 1922 (LI LA). Verlag: Alleinverlag Wachter, Vaduz.