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Kapelle St. Sebastian

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Autor: Jürgen Schindler | Stand: 31.12.2011

Katholische Kapelle, Pfarrei und Gemeinde Eschen, Ortsteil Nendeln, 455 m ü.M. Erbaut im Pestjahr 1639, gestiftet von Wolf Senti und seiner Ehefrau Maria Öhri. Weihe der Jungfrau Maria und den Heiligen Sebastian und Rochus am 12.1.1640. Neuweihe von drei Altären am 10. Oktober 1686. Geosteter, einschiffiger Bau unter Satteldach mit eingezogenem, dreiseitig geschlossenem Chor. Im Osten Dachreiter unter achteckigem Spitzhelm. Renovationen 1792, 1855, 1910. Abbruch 1941. Ehemalige Ausstattung: Hochaltar von 1639 (Predella und Altarbild im LLM), Hochaltar von Ignaz Joseph Bin (1686, Fragmente der Mittelnische und Figuren der Muttergottes, des hl. Sebastian und des hl. Rochus im LLM). 1935 Bau der neuen Kapelle St. Sebastian nördlich des alten Standorts nach Plänen von Josef Steiner (Schwyz) und Zeichnungen von Friedrich Brutschin und Rudolf Meier, Weihe am 10. November 1935. Geosteter einschiffiger Bau, Langhaus unter Satteldach, gerade geschlossener, eingezogener Chor. Turmvorbau an der Nordwestseite unter Satteldach. An der Altarwand Malerei der Hl. Dreifaltigkeit, flankiert von je neun Cherubim (F. Brutschin, 1935), über den Seitenaltartischen Malerei der Muttergottes mit Kind bzw. des hl. Sebastian (F. Brutschin, 1935). An der Nordseite des Kapellenschiffs frühbarockes Kruzifix aus der alten Kapelle St. Sebastian (1639). Kreuzwegstationen von Ludwig Schnüriger (1951), Taufstein in rotbraunem Marmor von Hugo Marxer (1998).

Literatur

Poeschel: Kunstdenkmäler, 233–236; N.W. Hasler: Der Hochaltar der ehemaligen Kapelle St. Sebastian in Nendeln, in: JBL 91 (1992), 257–279; Herrmann: Kunstdenkmäler 1, 2013.

Zitierweise

Jürgen Schindler, «Kapelle St. Sebastian», Stand: 31.12.2011, in: Historisches Lexikon des Fürstentums Liechtenstein online (eHLFL), URL: https://historisches-lexikon.li/Kapelle_St._Sebastian, abgerufen am 19.2.2019.

Medien

Kapelle St. Sebastian, Nendeln, vor 1936 (GAE).