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Kieber

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Autor: Jürgen Schindler | Stand: 31.12.2011

Geschlecht aus Mauren und Schellenberg. 1990 trugen in Liechtenstein 129 Personen den Namen Kieber. Erstmals erwähnt 1395. Kieber waren auch in Eschen ansässig, wo das Geschlecht schon im 18. Jahrhundert erlosch.

a) Mauren: Für die Kieber aus Mauren können ab dem dritten Viertel des 17. Jahrhunderts zusammenhängende Genealogien erstellt werden (sechs Stämme). Die Genealogie des weitverzweigten ersten Stamms reicht ins letzte Viertel des 17. Jahrhunderts zurück. Aus diesem Stamm gehen – jeweils aus anderer Linie – der Landrat und Landtagsabgeordnete Andreas, der letzte liechtensteinische Soldat, Andreas, und der Gemeindevorsteher Hartwig hervor. Zur Familie gehört auch die Regierungsrätin Rita Kieber-Beck. Die Stämme zwei bis sechs, deren Genealogien bis ins dritte Viertel des 17. Jahrhunderts zurückreichen, erloschen im 19. bzw. Anfang 20. Jahrhundert.

b) Schellenberg: Für die Kieber aus Schellenberg lassen sich ab dem letzten Viertel des 17. Jahrhunderts zusammenhängende Genealogien erstellen (vier Stämme). Der erste, heute noch blühende Stamm, wurde im ersten Viertel des 18. Jahrhunderts begründet. Aus ihm gehen der Regierungschef Walter und der Gemeindevorsteher Walter hervor. Die Genealogie des zweiten Stamms reicht ins letzte Viertel des 17. Jahrhunderts zurück. Die beiden weiteren Stämme erloschen 1864 bzw. 1920.

Literatur

Tschugmell: Maurer Geschlechter, 1931, 84f.; Tschugmell: Maurer Geschlechter, 1941, 123; Familienstammbuch Mauren 1, 2004; R. Goop: Menschen am Schellenberg 1, 2005, 100–105; Menschen, Bilder und Geschichten 2, 2007, 420–485; FLNB II/3, 424f.

Zitierweise

Jürgen Schindler, «Kieber», Stand: 31.12.2011, in: Historisches Lexikon des Fürstentums Liechtenstein online (eHLFL), URL: https://historisches-lexikon.li/Kieber, abgerufen am 21.2.2019.