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Kinderheim Gamander

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Autor: Hansjakob Falk | Stand: 31.12.2011

Das Kinderheim Gamander in Schaan wurde 1965 vom Liechtensteinischen Roten Kreuz (LRK) als Heim für liechtensteinische Kinder und Jugendliche in familiären Notsituationen eröffnet. 1956–65 hatte das LRK in Triesen (Maschlina) ein Haus mit gleicher Zielsetzung betrieben. Im Kinderheim Gamander konnten bis zu 18 Kinder aller Altersstufen aufgenommen werden und in einem familienähnlichen Milieu aufwachsen (Heimleitung durch Ehepaare). Infolge der gesellschaftlichen Veränderungen sowie des Ausbaus der sozialen Hilfe (u.a. 1991 Gründung der sozialpädagogischen Jugendwohngruppe des Vereins für Betreutes Wohnen in Liechtenstein) verringerte sich die Zahl der Heimkinder. Anfang der 1990er Jahre liess sich die bisherige Heimstruktur nicht mehr aufrechterhalten. Seit 1992 lädt das LRK notleidende Kinder, v.a. aus Südosteuropa, zu jeweils drei- bis vierwöchigen Ferienaufenthalten ins Kinderheim Gamander ein (bis 2006 über 2500 Kinder). Die Kosten für Heim und Ferienaktionen werden vollumfänglich durch Spenden gedeckt.

Literatur

50 Jahre LRK 1945–1995, 1995, 25–32.

Zitierweise

Hansjakob Falk, «Kinderheim Gamander», Stand: 31.12.2011, in: Historisches Lexikon des Fürstentums Liechtenstein online (eHLFL), URL: https://historisches-lexikon.li/Kinderheim_Gamander, abgerufen am 26.4.2019.