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Kindle, Hugo

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Autor: Redaktion | Stand: 31.12.2011

Gewerkschafter und Redaktor. *6.5.1903 Triesen, †14.1.1963 Spital Chur, von Triesen. Sohn des Ferdinand und der Wilhelmina, geb. Allgäuer, sieben Geschwister.  17.10.1929 Greta Beck (*3.2.1908, †16.10.1985), vier Kinder. Ausbildung zum Mechaniker. Kindle führte in Triesen eine Reparaturwerkstatt für Fahrräder, Motorräder und Autos sowie zeitweilig das Gasthaus «Sternen». 1923–27 lebte er in Argentinien. Kindle war Vizepräsident des Liechtensteiner Arbeiterverbands und 1932–33 Präsident des 1931 nach der Spaltung des Arbeiterverbands entstandenen Oberen Verbands. Als solcher sowie als Redaktor der 1932–33 erscheinenden «Liechtensteinischen Arbeiter-Zeitung» war er hauptverantwortlich für die zeitweilig antikapitalistische, ständestaatliche, regierungs- und parteienfeindliche Ausrichtung des Oberen Verbands. 1931 und 1934 organisierte Kindle Demonstrationen von Arbeitern gegen die Regierung und für mehr Lohn. Die Regierung verklagte ihn aufgrund seiner polemischen Schreibweise mehrfach wegen Ehrverletzung; 1937 wurde Kindle wegen gewalttätigen Widerstands gegen die Polizei zu einer Gefängnisstrafe verurteilt. Für kurze Zeit war er Mitglied des Liechtensteiner Heimatdienstes.

Literatur

Geiger: Krisenzeit 1, 22000; Marxer: Medien, 2004, 33f.

Nachrufe

LVbl., 17.1.1963.

Zitierweise

Redaktion, «Kindle, Hugo», Stand: 31.12.2011, in: Historisches Lexikon des Fürstentums Liechtenstein online (eHLFL), URL: https://historisches-lexikon.li/Kindle,_Hugo, abgerufen am 20.2.2019.